“Ich will in Wolfurt noch einiges bewegen”

Nach drei Spielen als Interimstrainer erhält Radisa Vucenovic das Vertrauen.
Wolfurt Die Trainerentscheidung beim FC Wolfurt ist gefallen! Radisa Vucenovic (33) übernimmt nach nur zwei Partien als Interimstrainer offiziell das Traineramt beim Schlusslicht der Regionalliga West. Der junge Coach glaubt fest an die Qualität seiner Mannschaft. “Ich sehe viel Potenzial in der Mannschaft und mit einer guten Rückrunde ist noch einiges möglich. Ich will noch einiges bewegen”, gibt sich Vucenovic kämpferisch.

Sein Einstand an der Seitenlinie verlief allerdings alles andere als nach Wunsch. Bei seinen bislang einzigen drei Einsätzen als Trainer setzte es ein 0:3 gegen Röthis, ein 2:4 in Lauterach und zuletzt ein 2:5 gegen Schwaz. Der erhoffte Trainereffekt blieb damit vorerst aus. Dennoch ist Vucenovic überzeugt, dass sich die Arbeit bald auszahlen wird. “Die Ergebnisse fehlen zwar noch, aber sie werden demnächst kommen. Gemeinsam mit der Mannschaft und dem Verein müssen wir den schweren, steinigen Weg gehen”, erklärt der 33-Jährige.

Lange überlegen musste Vucenovic nicht, als ihm die Verantwortlichen das Vertrauen bis zum Saisonende aussprachen. “Die Entscheidung, das Team bis Saisonende zu coachen, war leicht. Meine erste Trainerstation in der Westliga ist auch da, um wertvolle Erfahrung zu sammeln”, sagt der neue Chefcoach. Unterstützung bekommt Vucenovic künftig auch von Ex-Profi und Wolfurt-Spieler Stefan Umjenovic, der als Co-Trainer zum bewährten Betreuerstab mit Markus Müller, Robert Radl und Markus Gartner stößt.

Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits am Freitag um 19 Uhr beim schweren Auswärtsspiel in Kitzbühel ohne ein starkes Quartett. Danach wird das Programm nicht leichter: Hohenems (heim), Kufstein (auswärts), die Altach Juniors (auswärts) und der FC Dornbirn (heim) heißen die weiteren Gegner bis zur Winterpause.
Trotz der sportlichen Talfahrt ist die Lage noch nicht aussichtslos. Lediglich drei Punkte fehlen den Hofsteigern auf einen Nichtabstiegsplatz. Gelingt es Vucenovic, die anfällige Defensive zu stabilisieren und seiner Mannschaft neues Selbstvertrauen zu geben, könnte ein starkes Frühjahr tatsächlich noch die Rettung bringen. Der neue Cheftrainer glaubt jedenfalls daran. Jetzt müssen seinen Worten nur noch Taten folgen. VN-TK