Victor rettet FC Lustenau einen Punkt – doch die Abstiegssorgen wachsen

Regionalliga / 01.11.2026 • 12:38 Uhr
Kein Sieger im Derby FC Lustenau und Lauterach. VN-SERRA
Kein Sieger im Derby zwischen FC Lustenau und Lauterach. VN-SERRA

FC Lustenau und Lauterach teilen sich die Punkte brüderlich.

Lustenau Ein Traumtor, ein wuchtiger Kopfball und jede Menge vergebene Chancen: Das 1:1 (0:1) zwischen dem FC Lustenau und FC Lauterach bot den 680 Zuschauern im Stadion an der Holzstraße reichlich Unterhaltung, aber keinen Sieger. Während Lauterach auch im vierten Spiel hintereinander ungeschlagen blieb, wartet Vorarlbergs ältester Fußballklub weiterhin auf den ersten Heimsieg. Die Abstiegssorgen werden immer größer.

Lauterachs Canazlar schoss ein Traumtor. VN-SERRA
Lauterachs Muhammed Canazlar erzielte ein Traumtor. VN-SERRA

Dabei hätten beide Mannschaften das Derby durchaus für sich entscheiden können. Schon in der Anfangsphase vergaben Mair (13.) und Kerim Kalkan (14.) gute Möglichkeiten für die Hausherren. Auf der Gegenseite ließ Matkovic (27.) eine Chance liegen, ehe Aras mit einem wuchtigen Schuss an die Querlatte Pech hatte (31.). Auch Tas (39.) konnte Lauterach nicht in Führung bringen. Grabherr (42.) und Kalkan (43.) ließen weitere Lustenauer Möglichkeiten ungenützt. Nach einer Vorlage von Tas nahm Muhammed Canazlar den Ball an der Strafraumgrenze direkt und jagte ihn sehenswert zum 0:1 ins Netz (44.). Der Lauteracher, der zuletzt auch spielerisch immer mehr Akzente setzte, krönte seine starke Vorstellung mit einem Traumtreffer.

Victors Kopfball-Tor rettet noch einen Punkt. VN-SERRA
Victors Kopfball-Tor rettet noch einen Punkt. VN-SERRA

Lauterachs eingewechselter Ergin vergab in der 53. Minute eine weitere Möglichkeit. Lustenau stemmte sich gegen die drohende Niederlage und wurde schließlich belohnt. Der Brasilianer Paulo Victor stieg in der 69. Minute hoch und wuchtete den Ball mit einem herrlichen Kopfball ins lange Eck. Der umjubelte Ausgleich ließ die treuen Lustenauer Fans noch einmal auf den ersehnten Heimsieg hoffen. Tas hatte in der 82. Minute die Chance auf den neuerlichen Führungstreffer.

Kerim Kalkan und Matija Milosavljevic lieferten sich viele Zweikämpfe. VN-SERRA
Kerim Kalkan und Matija Milosavljevic lieferten sich viele Zweikämpfe. VN-SERRA

Besonders bitter ist das Remis für Lustenau. Mit nur acht Punkten aus 14 Spielen liegt Vorarlbergs ältester Fußballklub bereits seit vier Spieltagen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Als einziges Team der Liga wartet Lustenau vor eigenem Publikum noch auf den ersten Sieg. Drei Remis und drei Niederlagen stehen an der Holzstraße zu Buche. Immerhin hält der treue Anhang dem Traditionsverein trotz der sportlichen Krise weiterhin die Stange.

Lauterach hingegen hat sich mit nun 16 Punkten auf Rang elf ein komfortables Polster erarbeitet. An der Holzstraße schrillen langsam die Alarmglocken. VN-TK