Torajakultur im Hochland Sulawesis

selbst für europäische Verhältnisse unvorstellbar. Alleine ein einziger Wasserbüffel kostet oft viele Tausend Euro. Zwei Tage später haben auch wir Glück, Zeugen einer solchen Zeremonie zu werden, denn Ausländer sind auf Toraja-Festlichkeiten gerne gesehen und sollen Glück bringen. Satu besorgt als Gastgeschenk noch eine Stange Zigaretten. Andere Gäste bringen Schweine und Büffel mit, die in einer großen Zeremonie vor den Gästen, die auf eigens für die Beerdigung errichteten Bambus-Plattformen sitzen, geschlachtet, gehäutet und zubereitet werden. Nichts für schwache Nerven und trotzdem ist es wohl einmalig, eines dieser Rituale mitzuerleben.
Mit dem Moped ins Hochland
Am nächsten Tag beschließen wir, mit dem Moped auf eigene Faust die Region zu erkunden und fahren vorbei an Reisfeldern und Wasserbüffeln, die gemütlich darin grasen, immer höher. Von hier aus hat man einen beeindruckenden Ausblick über die Reisterrassen auf das Tal. Der Rückweg über die holprigen und steilen Straßen, die vom Regen teilweise weggespült wurden, ist ein Abenteuer und auch hier kommen wir immer wieder an den verschiedensten Grabstätten vorbei. Wieder zu Hause angekommen, schlendern wir noch gemütlich über den Markt, kaufen uns ein bisschen was vom köstlichen Kopi Toraja – eine der begehrtesten und teuersten Kaffeesorten der Welt – und planen dann unsere Weiterreise Richtung Norden nach Poso und weiter mit dem Schiff auf die Togian-Inseln.
Lesen Sie nächste Woche im Reiseteil: In Mauritius dem Europäischen Winter entfliehen.