Pferdekarren, Salsa und Zigarren

Reise / 16.01.2015 • 11:19 Uhr
Eines der typischen alten Autos in den Straßen von Trinidad. Fotos: beate Rhomberg (6)
Eines der typischen alten Autos in den Straßen von Trinidad. Fotos: beate Rhomberg (6)

allerdings erfährt, wie viel sie monatlich an den Staat für die Vermietung der Zimmer abgeben müssen, egal ob sie besetzt waren oder nicht, relativiert sich das Ganze wieder. Während Kubaner Pesos Nacionales verdienen, bezahlen Touristen mit Pesos Convertibles (CUC). Lediglich auf Märkten oder im Straßencafé können auch Touristen mit kubanischen Pesos zahlen. Die Zeit in Kuba scheint stehen geblieben zu sein. Alles erinnert an die 50er-Jahre. Internationale Geschäfte und Fast-Food-Ketten sucht man vergeblich, Früchte werden in Schubkarren verkauft und Rikschas bringen einen sicher durch das Gewirr der Stadt, die so einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und uns auf Anhieb sympathisch ist.

Buena Vista Social Club

Unsere Reise bringt uns weiter von Havanna über die Tabakregion Pinar del Rio bis nach Trinidad, im Süden Kubas. Auch hier finden wir wundervolle Prachtbauten, ein Pferdekarren bringt aufgrund der Trockenheit Wasser von Haus zu Haus, Kinder spielen auf den Straßen und in jedem der Hinterhöfe scheinen die Nachfolger des Buena Vista Social Clubs kubanische Musik zu spielen. In dieser Region gibt es viel zu entdecken. Eine Wanderung bringt uns zu einem beeindruckenden Wasserfall, überall wird Zuckerrohr angepflanzt und auch hier gibt es wunderbare Strände, an denen man entspannen kann. Auf dem Hauptplatz wird jeden Abend getanzt, der Duft nach Zigarren liegt in der Luft und die Stimmung ist ausgelassen. Trotz des schwierigen Lebens im Sozialismus, das sie ständig vor neue Herausforderungen stellt, scheinen die Menschen hier glücklich zu sein. Bei einer Flasche Rum im Park erfahren wir unzählige spannende Geschichten über die strengen Regeln der Regierung. Aber auch über die Musik, die Lebensfreude und darüber, dass sich die Kubaner durchaus im Klaren sind, auf einem kleinen Stück Paradies zu leben.

Lesen Sie nächste Woche im Reiseteil: Wien – Zwischen Schnitzel und Hofreitschule.