Kunterbunte Karibik: Kulturerbe Willemstad

27.01.2017 • 08:10 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die vielen bunten Häuser von Willemstad werden traditionell einmal pro Jahr neu gestrichen.
Die vielen bunten Häuser von Willemstad werden traditionell einmal pro Jahr neu gestrichen.

farbenfroh. Beim ersten Rundgang durch Willemstad, Hauptstadt der Insel Curaçao in der südlichen Karibik, traut man seinen Augen kaum. Die zum größten Teil denkmalgeschützten Kolonialhäuser erstrahlen geradezu in Technicolor: sonnengelb, himmelblau, orange, pistaziengrün und bonbonrosa leuchten die

stuckverzierten Giebel. Besonders die malerische Handelskade, eine herrschaftliche Häuserfront direkt an der

Hafeneinfahrt, erinnert an Amsterdam in Pastellfarben. Viele lokale Legenden ranken sich um den Ursprung der farbenprächtigen Tradition. Die populärste besagt, dass der ehemalige Gouverneur der Insel, Albert Kikkert, aufgrund der traditionell weiß gestrichenen Kolonialhäuser und dem grellem Tropenlicht an Migräne litt. So verordnete er Curaçao im frühen 19. Jahrhundert eine Farbenkur. Bis heute hat sich der Brauch erhalten, alle Häuser zum Jahresende neu zu streichen.