Ein kleines Land mit großer Vielfalt

Reise / 05.05.2017 • 09:32 Uhr
Berge, Schluchten und dichte Wälder prägen das Landschaftsbild von Montenegro im Landesinneren. Fotos: Beate Rhomberg
Berge, Schluchten und dichte Wälder prägen das Landschaftsbild von Montenegro im Landesinneren. Fotos: Beate Rhomberg

Essen zusammen mit dem montenegrinischen Wein serviert wird. Dass man sich in Montenegro kulinarisch verwöhnen lassen kann ist schnell klar. Während an der Küste frische Meeresfrüchte auf der Karte stehen, wird im Landesinneren der berühmte Njeguši-Schinken, Käse oder Kačnaj, ein Gericht aus Kartoffeln, Rahmkäse und Sahne, serviert. Ganz besonders tun es uns aber die Priganice, Bällchen aus einer Art Krapfenteig, die mit Honig gegessen werden, an.

Am nächsten Tag geht es auf kurvigen Straßen und durch wilde Natur immer weiter hinauf in die Berge. In den Serpentinen, die steil bis nach Njeguši hinaufführen, hat die österreichische k.u.k. Monarchie, die hier von 1815 bis zum Ersten Weltkrieg herrschte, ihre Spuren hinterlassen. Der österreichische Architekt Josef Slade plante die Serpentinenstraße und verewigte hier ein M, das noch heute sichtbar ist, weil er für Milena, die Frau von König Nikola, schwärmte. In Kurve 13 der insgesamt 33 Richtungsänderungen ist zudem das Habsburger-Grenzhäuschen noch zu sehen.

Statt großen Hotels stehen auf dem Land überall kleine Steinhäuser, in manchen grast ein Pferd und ab und zu halten wir an, um ein paar Schafe über die Straße zu lassen. Im Ostrogebirge erreichen wir schließlich das Kloster Ostrog, eine der wichtigsten Pilgerstätten der orthodoxen Kirche, das spektakulär in einen Felsen oberhalb der Ebene von Bjelopavlići gebaut wurde.

Durmitor-Nationalpark

Ganz im Norden des Landes befindet sich der Durmitor-Nationalpark mit dem schwarzen See und der grandiosen Tara-Schlucht, die sich malerisch durch das Gebirge schlängelt. Wer im Mai, Juni oder Oktober kommt, wenn der Fluss am meisten Wasser führt und die Temperaturen angenehm sind, kann hier bis zu drei Tage lang mit dem Boot entlangfahren und abenteuerlich inmitten der Wildnis campen. All das findet man nur eine gute Flugstunde von uns entfernt.

Infos

Hauptstadt: Podgorica

Sprache: Montenegrinisch

Währung: Euro

Anreise: Günstige Flüge mit Wizz Air, immer donnerstags und sonntags vom Allgäu-Airport Memmingen.

Flugzeit: ca. 1,5 Stunden

Infos: montenegro.travel/de

Lesen Sie nächste Woche im Reiseteil: Faszinierendes Natur­erlebnis in Namibia.