Liparische Inseln vor Italiens Küste

Reise / 02.06.2017 • 09:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Liparische Inseln vor Italiens Küste

Vulkanische Landschaften auf den Laparischen Inseln im Norden Siziliens.

reise. (VN-ber) Im Norden Siziliens im Tyrrhenischen Meer befinden sich die sieben Liparischen (oder auch Äolischen) Inseln: Alicudi, Filicudi, Lipari, Panarea, Salina, Stromboli und Vulcano (der Mythologie nach der Wohnsitz des Königs der Winde, „Eole“). Sie zählen zu den berühmtesten kleinen Inseln Siziliens und gehören zur italienischen Provinz Messina. Im Jahr 2000 wurde der Inselarchipel aufgrund seiner vulkanischen Landschaften, die für die Untersuchung der Volkanologie weltweit von großer Bedeutung sind, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

Lipari auf der gleichnamigen Insel ist schon seit der fernen Vergangenheit, als die Inseln im Mittelpunkt des Handels mit Obisidian waren, die Hauptstadt des Archipels. Das harte und scharfkantige Vulkanglas diente damals nicht nur zur Herstellung von Schneidewerkzeugen, es wurden ihm auch magische Eigenschaften zugeschrieben. Mit dem Museo Archeologico Eoliano verfügt Lipari heute über eines der interessantesten Museen des ganzen Mittelmeerraums, das die unzähligen geschichtlichen Zeugnisse der Inseln birgt. Sehenswert ist auch die Kirche des Schutzpatrons San Bartolomeo mit ihrer schönen Freskendecke, wer möchte, kann auf Lipari aber auch Ausgrabungen erforschen oder in der Nähe des Theaters am Belvedere verweilen, um den großartigen Blick hinunter auf Marina Corta zu genießen, den malerischen kleinen Yachthafen, in dessen Umgebung sich das soziale Leben abspielt. Auf Lipari befindet sich außerdem ein vulkanologischer Rundweg, der sich zwischen Strömen aus Obsidian und weiß schimmernden Bimsstein­ebenen bewegt. Zwischen den beiden unberührten Fischerorten Canneto und Acquacalda erstreckt sich in Richtung Punta Castagna der einzigartige obsidianische Lavastrom der Rocche Rosse bis ans Meer hinunter. Unvergleichbar sind auch das Panorama mit dem atemberaubenden Blick auf die Insel Vulcano, das man von der Höhe der Quattrocchi genießen kann.

Salina – die grüne Insel

Salina, beherrscht von seinen beiden hoch aufragenden Zwillingsbergen, wird wegen seiner üppigen Vegetation auch „die grüne Insel“ genannt Die beiden Haupterzeugnisse der Insel sind Naturprodukte: der Malvasia, ein seit der Antike bekannter Süßwein, und Kapern. Jedes Jahr am ersten Sonntag im