Fortsetzung der Geschichte Roadtrip durch Alaska von Seite G1

Reise / 26.07.2019 • 08:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der berühmte Turnagain Arm wurde nach Captain Cook benannt, der hier bemerkte, dass er in eine Sackgasse geraten war. Shutterstock (5)
Der berühmte Turnagain Arm wurde nach Captain Cook benannt, der hier bemerkte, dass er in eine Sackgasse geraten war. Shutterstock (5)

sich der nächste Zwischenfall an. Autos sind auf dem Pannenstreifen abgestellt, alle Blicke, Handys und Kameras richten sich nach oben. In einer Mulde zwischen zwei Felswänden, die vom Straßenrand senkrecht in die Höhe ragen, tummelt sich eine kleine Herde weißer Dallschafe. Mit ihren geschwungenen Hörnern gelten sie als begehrte Jagdbeute. Doch dieser Trupp hat nichts zu befürchten und macht sich über die grünen Gewächse her, die aus dem Stein hervorsprießen. Bei Meile 90 kann man die Abzweigung nach Girdwood nehmen, einen sympathischen Ort am Fuße des Mount Alyeska. Wo sich im Winter das größte Skigebiet Alaskas ausbreitet, werden im Sommer Hiker, Biker und Paraglider angelockt. Der rege Verkehr auf dem Seward Highway lässt nicht vermuten, dass man sich im dünn besiedeltsten US-Bundesstaat befindet, wo auf der viereinhalbfachen Fläche Deutschlands gerade einmal 700.000 Einwohner leben. Doch im Hochsommer sind unzählige Urlauber in Wohnmobilen und Leihwagen auf dem Seward Highway unterwegs. Das Ende des Turnagain Arms (wo Captain Cook bemerkte, dass er in eine Sackgasse geraten war und wieder umdrehen musste) bildet das Alaska Wildlife Conservation Center ein riesiges Gelände, in dem verwaiste und verletzte Wildtiere eine Heimat finden. Eine hervorragende Gelegenheit, Bär, Elch & Co. aus der Nähe zu sehen.

Endstation Seward

Schließlich erreicht man das 3000-Seelen-Städtchen Seward, das sich malerisch an das nördliche Ende der Resurrection Bay schmiegt. Hier ist auch südliche Endstation der Alaska Railroad, die über weite Strecken am Highway entlang führt. Von Seward starten zahlreiche Ausflugsschiffe zu einer mehrstündigen Wildlife-Kreuzfahrt. Gleich zu Beginn betätigen sich die Seeotter als Entertainer, die lässig auf dem Rücken treiben, bevor fünf, sechs Delfine unser Schiff eskortieren. Wir passieren einen riesigen kahlen Felsen, auf dem sich eine Kolonie Seelöwen ein Sonnenbad gönnt. Ein paar Seemeilen weiter wird die Steilküste von Abertausenden Papageientauchern bevölkert.