Nur zum Baden viel zu schade

Reise / 08.11.2019 • 09:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Palmenstrände und Luxushotels laden zum süßen Nichtstun auf Mauritius ein. Aber die Insel bietet noch viel mehr.

Darf ich Ihren Koffer auspacken? Möchten Sie gerne ein erholsames Bad?“ Der Hotelboy strahlt mich mit seinen blütenweißen Zähnen an. Eine Schale mit Ananas, Mango und Papaya steht schon auf dem Tisch. Über die Terrasse huscht ein grüner Gecko. Zwei leuchtend rote Webervögel hüpfen zwitschernd in den Zweigen des Tamarindenbaums. Das Meer rauscht in der Ferne. Willkommen im Paradies. Kein Hotel auf Mauritius darf höher gebaut werden als die umliegenden Palmen wachsen. Aber von überdimensionalen Bettenburgen werden Urlauber auf der Insel im Indischen Ozean ohnehin verschont. Und an den endlosen weißen Sandstränden wird es nie zu eng – es gibt einfach zu viele davon. Dabei sind die Strände für jedermann frei zugänglich. Aber es lohnt sich, Mauritius auch abseits der Badestrände zu entdecken. Der kosmopolitische Mix aus Kulturen, Sprachen und Religionen lässt sich nirgendwo besser erleben als in Port Louis, der quirligen Hauptstadt. Beim Bummel durch die historischen Markthallen und im modernen Shoppingzentrum Caudan am Hafen tauchen Reisende in die multikulturelle Vielfalt ein. „C‘est mari bon, Madame“, – „das ist sehr schön, Madame“ – preist ein Verkäufer in kreolisch, der französischen Mundart, mit fröhlicher Gelassenheit farbenprächtige Pashmina Tücher an. An jeder Straßenecke wird etwas verkauft: exotische Früchte, fremdartige Gemüsesorten, duftende Gewürze, Fisch und Fleischwaren, aber auch Souvenirs, Kochtöpfe, Hausrat – es herrscht hektische Betriebsamkeit.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie die Insel vor Ankunft der ersten Siedler aussah, bietet sich der Besuch der unter Naturschutz stehenden Insel Ile aux Aigrettes in der Bucht vor Mahébourg an. Unter der Regie der Mauritian Wildlife Foundation wird dort die ursprüngliche Fauna und Flora wiederhergestellt und bewahrt. Die größte Attraktion sind jedoch die freilaufenden Aldabra-Riesenschildkröten. Schildkröte Elisabeth ist erst 22 Jahre alt, wiegt aber fast 300 Kilo. „Wir pflegen hier 19 Schildkröten und weitere 15 Babyschildkröten

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