Reise / 31.01.2020 • 10:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die wunderschönen Strände gehören für Touristen zu den Hauptgründen, die kleine Insel zu besuchen. Shutterstock (5)
Die wunderschönen Strände gehören für Touristen zu den
Hauptgründen, die kleine Insel zu besuchen. Shutterstock (5)

ist auch der Ke Lok Si Tempel in Air Itam vor den Toren der Stadt. Die chinesisch-buddhistische Kultstätte – die größte ihrer Art in ganz Südostasien – ist bekannt für das Verschmelzen buddhistischer Glaubensinhalte mit daoistischen Ritualen und Wahrsagerei. Zum über 800 Meter hohen Flaggenhügel Penang Hill ist es von hier nicht weit. Dort oben hatten die britischen Kolonialherren bei angenehmerer Temperatur ein Krankenhaus errichtet. Seit 1923 fahren die Besucher bequem mit einer Standseilbahn hinauf und können bei guter Sicht bis nach Langkawi schauen. Auf dem 1,6 Kilometer langen Regenwaldrundweg, der teilweise auch als „Canopy Walkway“ hoch oben entlang der Baumkronen begehbar ist, begeistern Fauna und Flora.

Mangroven-Naturreservoir

Langkawi hat viele sehens- und erlebenswerte Ecken. Dazu zählt das von der Unesco geadelte Mangroven-Naturreservoir Kilim Karst Geoforest Park im Nordosten der Insel. Durch mächtige, über 500 Millionen Jahre alte, bewaldete Kalksteinformationen schlängelt sich der Kilim-Fluss. Ein Gewirr unendlich vieler Stelzwurzeln säumt ihn. Seit die Mangroven den Tsunami vom Dezember 2004 hier abgeschwächt haben, stehen sie unter Naturschutz. Wir befahren den Wasserpark mit einem PS-starken Langboot. Zuerst geht es in langsamer Fahrt zu einer Fledermaushöhle. Dort werden die Gäste von wilden Langschwanzaffen begrüßt. Den Kontakt mit Menschen mögen sie nicht gerade. Kommt man ihnen näher, fletschen sie ihre mächtigen Zähne. Zwischen riesigen Stalaktiten sind die winzigen Fledermäuse an der dunklen Höhlendecke kaum zu erkennen. Unserer Fahrt auf den vielen verwinkelten Wasserstraßen des Nationalparks folgt der Höhepunkt: Über einer Flussschleife des tropischen Paradieses kreisen braune Langkawi-Adler, die der Insel den Namen gaben.

Zum Abschluss eines wunderbaren Tages lasse ich mir am frühen Abend eine frisch geschlagene Kokosnuss bringen, die ich am Strand mit Blick auf ein paar Segelboote, die vor der untergehenden Sonne im Abendrot dümpeln, genieße.