Radler herzlich willkommen

Reise / 13.11.2020 • 11:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Radler herzlich willkommen

Die Kanaren sind ideal, um bei angenehmem Klima die Radsaison zu verlängern.

Leidenschaftliche Radfahrer – von E-Bike bis Mountainbike und Rennrad – verzichten selbst im Winter ungern auf ihr Hobby. Aber während in heimischen Gefilden feuchtkaltes Schmuddelwetter die Lust aufs Radfahren stark reduziert, herrschen auf den Kanarischen Inseln ideale Temperaturen um die 20 Grad. Die meisten Inseln bieten einen heute professionellen Radverleih und geführte Touren für ihre sportlichen Gäste. Allerdings sind Topografie und erforderlichen Radelkondition recht unterschiedlich.

Bizarre Landschaftsformen

Rennrad- und Triathlon-Teams schätzen die Vulkaninsel Lanzarote seit Jahren wegen ihrer guten Trainingsbedingungen. Aber auch die Freizeitradler kommen auf ihre Kosten. Die Berge sind hier etwas niedriger, die Anstiege etwas moderater und die Touren etwas einfacher als auf den Nachbarinseln. Kleine asphaltierte Landstraßen führen durch die bizarre Mondlandschaft rund um den Nationalpark Timanfaya. Für Mountainbiker fehlen zwar die langen Bergstrecken, dafür locken landschaftlich reizvolle Schotterwege und Ziegenpfade durchs wüstenhafte Inselinnere und am Rande des Nationalparks. Nicht versäumen dürfen Biker einen Ausflug auf die kleine, kaum bewohnte Nachbarinsel La Graciosa mit ihren traumhaften Sandstränden. Hier gibt es ausschließlich Sand- und Schotterstraßen, die jede Menge Spaß versprechen.

Lange Strandpartien

Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren, aber gleichzeitig die am dünnsten besiedelte. Die Nähe der Sahara ist hier deutlich zu spüren – Sand, Wüste, Felsen und Oasen prägen die Landschaft und der Wind das Wetter. Vor allem Rennradler und Radwanderer trifft man auf den Landstraßen, wie im Norden zwischen Corralejo und El Cotillo sowie an der flachen Südspitze beim Leuchtturm von Puerto de la Cruz. Die Königstouren führen über das Örtchen Pajara hinauf bis ins felsige Bergland in den Naturpark um das Museumsdorf Betancuria. Etwas einsamer, aber ebenso spektakulär geht es über den Agna-Oveja-Pass zum Playa de Barlovento an der Westküste.

Barrancos und rote Felsen

Hinter den Stränden von Maspalomas & Co. erhebt sich in Gran Canaria ein Bergland, das an die Kulissen für einen Wildwestfilm erinnert. Aber die Berge wollen erobert werden. Selbst wer seine Tour bereits im Gebirge startet, etwa in San Bartolomé de Tirajana, muss sich ans Höhenmetersammeln gewöhnen – egal ob Mountainbiker oder Radwanderer. Etwas Abhilfe bringt hier das E-Bike. Spezielle Radwege sucht man allerdings vergebens, d.h. der Tourenradler macht wie die Rennradfraktion seine Ausflüge auf der Straße. Aber es lohnt sich. Die Ausblicke in die Barrancos oder bis zu den Nachbarinseln, wie etwa vom höchsten Punkt der Insel, dem Pico de las Nieves, sind atemberaubend. Freuen darf man sich zudem auf gemütliche Bergdörfer, wie Tejeda, ideal für ausgedehnte Pausen bei Café con leche mit Mandelplätzchen. Tagestouren mit Rädern aller Art, vom Mountainbike bis zum E-Bike organisiert Free Motion in Maspalomas und Playa del Ingles.

Touren am Fuße des Teide

Wilde Mondlandschaft, gewaltige Schluchten, grüne Steilhänge – Teneriffa ist ein kleiner Kontinent für sich. Und über allem thront der Teide, Spaniens höchster Berg mit 3718 Metern. Die schönsten Strecken liegen alle in den Bergen, ob am Teide, im Teno- oder Anagagebirge, d.h. gute Kondition und die richtige Schaltung oder ein E-Bike sind ratsam. In den Cañadas zu Füßen des Teide radelt man immerhin auf über 2000 Metern Höhe.

Auf Fuerteventura ist die Nähe zur Sahara deutlich zu spüren.
Auf Fuerteventura ist die Nähe zur Sahara deutlich zu spüren.
Wilde Mondlandschaften prägen das Bild auf Teneriffa und im Nationalpark Teide.
Wilde Mondlandschaften prägen das Bild auf Teneriffa und im Nationalpark Teide.

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