Reise / 14.01.2022 • 11:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Elefanten auf Sri Lanka sind deutlich kleiner als ihre Verwandten in Afrika. Unsplash/Alex Azabache
Die Elefanten auf Sri Lanka sind deutlich kleiner als ihre
Verwandten in Afrika. Unsplash/Alex Azabache

Früher noch setzt das Meeresschildkröten-Schutz- und Forschungszentrum Kosgoda an. Es zahlt Fischern einige Cent für als Delikatessen geschätzte Schildkröteneier. Die sehen aus wie weiße Tischtennisbälle und werden, fein säuberlich beschriftet, gleich wieder im Sand des Sea Turtle Sanctuary & Research Centers vergraben. Bei seiner Führung erläutert Daminde in fließendem Deutsch, dass die Temperatur über das Geschlecht entscheidet: Unter 30 Grad Celsius schlüpfen nach zwei bis drei Monaten Männchen, darüber Weibchen. Bis ihr verwundbarer Nabel verheilt ist, bleiben die Babys drei Tage in den Becken des Schutzzentrums, berichtet Daminde.

Walsaison in Mirissa

Andere Tiere und Safaris prägen das Hafenstädtchen Mirissa, ebenfalls in Sri Lankas Süden. In der Walsaison von November bis April ist Mirissas Hafen neben den schönen Stränden Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Die Non-Profit-Organisation Sail Lanka Charter setzt auf Ökotourismus unter Segeln, lässt ihre Boote auf Sri Lanka bauen, um Einheimische zu beschäftigen. Statt dem ursprünglich geplanten Hochseeangeln offeriert Sail Lanka in der Saison auch Walbeobachtung. Dafür ist Mirissa ideal, ziehen hier doch Blau-, Bryde-, Finn-, Pott- und Killerwale vorbei. Im Dezember und Februar wimmelt es von Blauwalen, berichtet Skipper Auna. Nun sind sie aber vor den Orcas ausgerissen, die nicht zu Unrecht Killerwale genannt werden. Eigentlich sind sie jedoch die größten Delfine. Ausgewachsene Orcabullen können knapp zehn Meter lang und mehr als sechs Tonnen schwer werden.

Angesichts der rauen See kalkuliert Auna dreieinhalb Stunden bis zu den im Verband jagenden, schwarz-weißen Riesen. Dafür reicht die Zeit nicht. Wie zum Trost erscheint eine Schule indopazifischer Großer Tümmler zur großen „Flipper“-Show rund ums Boot. Mit ihren charakteristischen, sichelförmigen Finnen ist von ihnen weit mehr zu sehen als nur die Schwanzflosse oder das Blasen eines Wals. So kommt auch ohne die ganz großen Säuger an Bord keine Enttäuschung auf.

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