Kultur im Südosten Europas

Reise / 30.12.2022 • 11:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kultur im Südosten Europas

Mit Timișoara, Veszprem und Eleusis sind drei Städte in Europas Südosten die Kulturhauptstädte 2023.

Das Kulturhauptstadtjahr 2023 lockt das Publikum nach Rumänien, Ungarn und Griechenland. Gleich drei Kulturhauptstädte, die so mancher Kulturfreund nicht sofort auf der Europakarte zuordnen könnte, haben den Titel bekommen. Gebildet wird das Trio aus dem westrumänischen Timișoara (großes Foto), Ausgangspunkt der Revolution 1989, die den Diktator Nicolae Ceausescu zu Fall brachte, dem schmucken Veszprém nahe dem ungarischen Plattensee und aus der in der Antike für ihre Mysterien berühmte griechische Stadt Eleusis.

Diversität in Timișoara

In der Industriemetropole Timișoara mit ihren 300.000 Einwohnern am Dreiländereck Rumänien-Ungarn-Serbien, wollen die Programmmacher vor allem die traditionelle Diversität zum Leuchten bringen. Neben Rumänen lebten und leben in der Stadt mit k.u.k.-Flair Deutsche, Österreicher, Ungarn, Serben, Roma, Tschechen, Slowaken und Bulgaren. So gut wie jedes Timișoarer Kind sprach vor dem Zweiten Weltkrieg mindestens drei Sprachen, darunter auch Jiddisch. Dieses Idiom ist durch die Shoah hier fast verschwunden.

Allein zur Eröffnung vom 17. bis zum 19. Februar sind in Temeswar mehr als 50 Veranstaltungen angesagt – unter anderem die Eröffnung eines als „vertikal“ angekündigten Gartens am zentralen Opernplatz. Außerdem soll es viel Musik höchst unterschiedlicher Genres geben, der ukrainische Hip-Hop-Musiker Alyona Alyona ist dabei und traditionelle Roma-Musik. Danach soll es durchschnittlich 30 Veranstaltungen pro Woche geben. Highlights darunter: große Ausstellungen mit Werken des rumänischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876-1957) und des in Rumänien geborenen Surrealisten Victor Brauner (1903-1966).

Kultur am Plattensee

Schwung für den Tourismus erhofft sich auch Gyula Porga, Bürgermeister im westungarischen Veszprém. Zur Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres soll es am 21. Jänner ein großes Spektakel geben, unter dem

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