Kirche verliert 100 Millionen

Spezial / 25.03.2013 • 22:51 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Nikosia. Noch während sein Land in Brüssel um Errettung vom Staatsbankrott bat, sprach sich das Oberhaupt der orthodoxen Kirche in Zypern für einen Ausstieg seines Landes aus dem Euro aus. Die Kirche ist größter Grundbesitzer Zyperns und einer der wichtigsten Akteure in der Wirtschaft. Nun dürfte sie nach Schätzungen ihres Erzbischofs Chrysostomos 100 Millionen Euro durch die bevorstehende Zwangsabgabe auf Geldeinlagen verlieren. „Die Kirche wird es überleben“, sagte der Erzbischof am Montag. Die Kirche habe in schwierigen Zeiten „sogar die Abendmahlkelche verkauft“, um Krisen zu überwinden. Der Erzbischof äußerte sich enttäuscht von der EU. „Wir hatten an ein anderes Europa geglaubt“, meinte er. Die „großen Starken“ hätten sich aber durchgesetzt. ##Thomas Matt##