Das Evangelium leben

Spezial / 29.03.2013 • 19:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Den Auftrag zur Barmherzigkeit mit eigenen Händen in die Tat umgesetzt.

Rom. (VN-tm) Der römische Geschichtestudent Andrea Riccardi hat 1968 zusammen mit Freunden die Gemeinschaft Sant’Egidio in Rom gegründet. Zusammen gingen sie in die Vorstädte der Ewigen Stadt, das Matthäus­evangelium unter dem Arm. Ihr Markenzeichen waren die sieben christlichen „Werke der Barmherzigkeit“ – Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, Tote bestatten – nichts weniger als die Verpflichtung, vor all dem Bösen in der Welt nicht zu resignieren.

Aus dem Stadtteil Trastevere heraus verbreitete sich die Gemeinschaft in alle Welt. Sant’Egidio zählt heute mehr als 60.000 Mitglieder in 74 Ländern. Die Gruppierung ist vor allem sozial tätig. Die römische Zentrale sowie ihr Gründer Andrea Riccardi, zuletzt italienischer Integrationsminister, nutzen ihre internationalen Verbindungen aber auch immer wieder zu diplomatischen Vermittlungsinitiativen.

2009 wurde dem Gründer von Sant’Egidio der Karlspreis der Stadt Aachen für seinen Einsatz gegen Armut und für Frieden verliehen.