Neue Regelungen für Bankgeschäfte

Spezial / 29.12.2013 • 18:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ab dem 1. Februar 2014 müssen der IBAN und der BIC für alle EU-weiten Transaktionen verwendet werden.  Foto: APA
Ab dem 1. Februar 2014 müssen der IBAN und der BIC für alle EU-weiten Transaktionen verwendet werden. Foto: APA

IBAN, SEPA und ­Basel III – das neue Jahr ­wartet mit einigen Änderungen auf.

Wien. Diverse Änderungen kommen nächstes Jahr auf Bankkunden zu. Ab 1. Februar 2014 müssen alle Überweisungen und Lastschriften die internationale Kontonummer IBAN verwenden. Bei EU-weiten Transaktionen muss zusätzlich zum IBAN die internationale Bankleitzahl BIC angegeben werden. Die bisherige Bankleitzahl und Kontonummer ist damit hinfällig. Anfängliche Zweifel bezüglich des als „IBAN, der Schreckliche“ bekannten Bank-Codes sind unbegründet.

Der 20-stellige IBAN ist zwar länger, aber er setzt sich nur aus dem Länder-Code, einer zweistelligen Prüfzahl und der schon bekannten Bankleitzahl und Kontonummer zusammen. Zu finden ist der neue Bank-Code auf der Kontokarte, -auszügen oder im Online-Banking Portal.

Die Änderung hat zum Ziel, einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) zu schaffen. Der SEPA-Raum inkludiert die gesamte EU, Liechtenstein, Schweiz, Norwegen, Island und Monaco. In diesem Raum ist in Zukunft nur ein Konto notwendig.

Basel III wird eingeführt

Im nächsten Jahr startet die einheitliche europäische Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank. Ab November sollen wichtige Banken beaufsichtigt werden, insbesondere solche mit einer Bilanzsumme über 30 Milliarden Euro.

Auch Basel III soll ab 2014 schrittweise eingeführt werden. Die Banken werden verpflichtet, mehr eigenes Kapital vorzuhalten, um Risiken aus Krisengeschäften besser absichern zu können. Erst ab 2019 werden diese Regelungen voll gelten.

Eine Änderung stellt ebenfalls das neue „Trennbanken-System“ dar. Besonders größere Institute müssen bis Juli 2016 die riskanten Handelsgeschäfte von den klassischen Bankgeschäften abtrennen, so sollen die Kundeneinlagen geschützt werden. Zusätzlich sollen „Banken-Testamente“ aufgesetzt werden. Mit den Sanierungs- und Abwicklungsplänen kann auf Krisen schnell reagiert werden.