Tagesprotokoll International

Spezial / 05.05.2015 • 20:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Erbitterte letzte Schlacht um die sogenannte Festung Breslau in Polen. Allein am 6. Mai 1945 kommen dort mehr als 33.000 Menschen ums Leben.  Foto: fotopolska
Erbitterte letzte Schlacht um die sogenannte Festung Breslau in Polen. Allein am 6. Mai 1945 kommen dort mehr als 33.000 Menschen ums Leben. Foto: fotopolska

Okinawa: Vor Okinawa detoniert ein Granatenmagazin des für die US-Streitkräfte so wichtigen Schlachtschiffs „USS South Dakota“, als Munition nachgeladen wird. Sechs Matrosen sterben, 24 weitere werden zum Teil schwer verwundet. Das beschädigte Schiff muss auf die Philippinen zurückgezogen werden und ist erst am 1. Juli wieder einsatzbereit.

Berlin/Berchtesgaden: Reichsführer SS Heinrich Himmler wird vom neuen Reichspräsidenten, Großadmiral Karl Dönitz, aus allen seinen Ämtern entlassen. Reichsmarschall Hermann Göring versucht vergeblich, von Berchtesgaden aus mit dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, General Dwight D. Eisenhower, in Kapitulationsverhandlungen zu treten. Eine deutsche Delegation trifft stattdessen im Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Reims ein, sie lässt sich von Dönitz schließlich zur Unterzeichnung einer bedingungslosen Kapitulation bevollmächtigen, die tags darauf erfolgen sollte.

Prag: Sowjetische Truppen beginnen in Böhmen mit einer Großoffensive gegen die noch einsatzfähigen Reste der Deutschen Wehrmacht.

Wien: Im Stadttheater tritt erstmals und mit großem Erfolg das Rotarmistenensemble der 3. Ukrainischen Front vor österreichischem Publikum auf. Auf dem Programm stehen „sowjetische Volkslieder und österreichische Weisen“. Sportklub und Vienna tragen das erste Fußballspiel nach der Befreiung aus; Vienna siegt mit 3:2.

Breslau: Die letzten deutschen Truppen der zur Festung erklärten schlesischen Stadt Breslau im heutigen Polen kapitulieren vor der Roten Armee. Allein an diesem Tag kommen 20.000 Zivilisten, 6000 deutsche und 7000 sowjetische Soldaten ums Leben.