Eine junge Frau zimmert sich ihre Zukunft

Spezial / 27.10.2020 • 14:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen.  i+R Holzbau/Marcel A. Mayer
Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen. i+R Holzbau/Marcel A. Mayer

Madeleine Freuis ist angehende Zimmererin
im zweiten Lehrjahr bei i+R Holzbau.

LEHRE Nach zwei Schnuppertagen war für Madeleine Freuis klar: „Ich möchte bei i+R Holzbau in Lauterach eine Zimmerer-Lehre machen. Inzwischen ist die 18-Jährige im zweiten Lehrjahr. Als einzige Frau unter insgesamt 13 männlichen Kollegen fühlt sich Madeleine aber nicht allein: „Wir verstehen uns alle super.“ Die Jugendlichen arbeiten in verschiedenen Partien an diversen Projekten, erklärt Lehrlingsausbilder Stefan Kaar: „Damit sie alle Arbeitsschritte kennenlernen, wechseln sie in den drei Lehrjahren alle sechs Monate zu einem anderen Polier.“ Nach dem zweiten Lehrjahr besteht die Möglichkeit, mit einem zusätzlichen Ausbildungsjahr auf den Lehrberuf Zimmereitechnik umzusteigen. „Mir gefällt, dass wir den ganzen Tag draußen an der frischen Luft oder in der Produktionshalle arbeiten können. Ein Bürojob wäre nichts für mich“, sagt die Dornbirnerin, die auch ihre Freizeit am liebsten im Freien und beim Reiten verbringt. Was sie nach der Lehre beruflich machen möchte, hat die angehende Zimmererin noch nicht entschieden: „Zuerst möchte ich noch hier bei i+R Holzbau bleiben und für alles Weitere bin ich offen.“

Die Lehre würde sie jedem empfehlen, der „gerne mit dem Naturprodukt Holz arbeitet“, ergänzt sie. Die Auszubildenden fertigen etwa Wand- und Deckenelemente vor und montieren sie, machen Tragwerke, verlegen Fassaden-/Terrassenroste oder bauen Dämmstoffe zum Wärme-, Brand- und Schallschutz ein.

Zusatzeuros verdienen

Neben der Arbeit unter freiem Himmel bieten die i+R-Unternehmen ihren Lehrlingen eine Reihe von Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Einer der zahlreichen weiteren Vorteile ist das Prämiensystem: „Bei guten Leistungen können sich die Lehrlinge halbjährlich Zusatzeuros verdienen“, schildert Stefan Kaar. Außerdem veranstaltet das Unternehmen gemeinsam mit den insgesamt knapp 100 Lehrlingen der gesamten i+R-Gruppe Ausflüge, Outdoor-Tage, Workshops und Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung, die immer mit einer Sportaktivität verbunden sind, und bietet Kennenlerntage, Unterstützung beim Lernen und vieles mehr an. Neben der Zimmerer-Lehre werden weitere Berufe ausgebildet: Tischler, Hochbauer, Tiefbauer und Betonbauer.

„Der Zimmerer-Beruf ist sehr abwechslungs­reich, denn wir machen jeden Tag etwas ­anderes.“

Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen.  i+R Holzbau/Marcel A. Mayer
Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen. i+R Holzbau/Marcel A. Mayer
Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen.  i+R Holzbau/Marcel A. Mayer
Die 18-jährige Madeleine Freuis behauptet sich bestens unter ihren männlichen Kollegen. i+R Holzbau/Marcel A. Mayer

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