Skiwinter begann vielversprechend
Das Gute am ersten Rennen war, dass es nicht mehr drei Sekunden Rückstand waren wie im letzten Jahr. Aber dass Ted Ligety immer noch überlegen ist, war optisch für jeden erkennbar. Die schwierigen Verhältnisse im zweiten Durchgang, wo einige Leute vom Rückenwind vor dem Ziel ordentlich profitierten, andere dagegen alles verloren haben, waren nicht rennentscheidend. Einige Stimmen von Renn-Betreuern wähnten schon vor dem Rennen, dass die Überlegenheit von Ligety mit dem Ski-Material zu tun habe. Diese Ansicht kann ich aber nicht teilen. Was aber sicher ist: Mit Marcel Hirscher ist wieder voll zu rechnen. Aber auch Philipp Schörghofer und Marcel Mathis haben Top-Leistungen geboten. Mit dem Rückenwind von Aksel Lund Svindal wären beide noch auf den vierten Platz vorgerückt.
Bei den Damen war das Ergebnis des ersten Riesenslaloms wesentlich offener als bei den Herren. Eine entfesselte Kathrin Zettel kratzte sogar am Sieg und wurde hervorragende Zweite hinter der überraschenden Lara Gut. Schon im ersten Durchgang attackierte die Schweizerin – als Einzige – kompromisslos am Steilhang und konnte so ihren Vorsprung für den späteren Sieg herausfahren. Anna Fenninger als Vierte war in Reichweite und wird sicher bald ihre Form vom letzten Frühling finden. Die große Dominatorin Tina Maze hingegen war die Enttäuschung schlechthin. In beiden Läufen meilenweit von ihrer Form vom letzten Jahr entfernt, darf sie nun in den nächsten Wochen nochmals über die Bücher gehen, um die verlorenen Sekunden zu suchen.
Die Olympiasaison hat für den Österreichischen Skiverband also vielversprechend angefangen. Steigerungen wären allerdings erwünscht.
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