Verschiebungen ohne Grund?
Nicht das erste Mal werden in Kitzbühel die Rennen verschoben und getauscht. Für Außenstehende oft nicht nachvollziehbar, aber meistens die einzige Chance, überhaupt ein Rennen durchzuführen. Heuer weiß man mit ziemlicher Sicherheit, dass am Freitag eine Schlechtwetterfront in der Region eintrifft. Am Samstag wird es dann besser, bevor es am Sonntag wieder eintrübt.
Zu meiner Zeit war die Wettervorhersage eher wie eine Lotterie. Nicht umsonst sagte man, „als Meteorologe verdient man sein Geld, obwohl man nur Lügen erzählt“. Heute, das muss ich zugeben, stimmen die Voraussagen zu 90 Prozent oder mehr. Auf der Streif ist es unerlässlich, eine bestimmte Sicht zu haben. Jeder weiß, wie gefährlich diese Abfahrt ist, auch wenn man bei blauem Himmel das Rennen fährt. Und den Slalom kann man notfalls auch bei Nebel durchziehen.
Es scheint also durchaus sinnvoll, den Slalom heute zu machen und dafür die Super-Kombi zu opfern.
Ob diese Umstellung unseren ÖSV-Helden hilft, bleibt fraglich. Denn Bode Miller scheint beim ersten Trainings-lauf einige Abkürzungen gefunden zu haben. Auf der sehr unruhigen Strecke, die im unteren Teil über den Ganslernhang führt, hatten unsere Athleten keine Chance, auch nur annähernd mitzuhalten. Nur Aksel Lund Svindal konnte sich mit knapp einer Sekunde Rückstand schadlos halten. Da würde ein zusätzlicher Trainingslauf, den es nicht geben wird, sicherlich guttun.
Es könnte also wieder ein typisches Wochenende für Marcel Hirscher werden, der zum wiederholten Male für den ÖSV die Kastanien aus dem Feuer holen muss.
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