Skisport trauert um Hermann Gamon

Sport / 14.07.2015 • 22:08 Uhr
Erfolgreich als Läufer und Trainer: Skipionier Hermann Gamon Foto: vn
Erfolgreich als Läufer und Trainer: Skipionier Hermann Gamon Foto: vn

Der Vorarlberger Skipionier ist im Alter von 86 Jahren verstorben.

Nenzing. (VN) Die Karriere von Hermann Gamon war mit vielen Erfolgen als aktiver Rennläufer, später dann als Trainer verbunden. Der gebürtige Ludescher, der in Nenzing wohnhaft war, bestritt die ersten Rennen lange vor der Einführung des Weltcups. In den Jahren 1954 (Aufnahme in den ÖSV-Kader) und 1959 feierte er zahlreiche Rennsiege bei FIS-Rennen. Schon während seiner aktiven Zeit begann Gamon als Trainer der Mädchen beim Vorarlberger Skiverband, 1958 übernahm er die Damensparte im ÖSV. Seinen größten Triumph als Damencoach feierte Gamon bei der Ski-WM 1962, als Marianne Jahn, Christl Haas und Erika Netzer drei der vier möglichen Goldmedaillen holten, zudem sieben der zwölf Medaillen an den ÖSV gingen. Fünf Medaillen bei den Winterspielen 1964 in Innsbruck durch Haas, Edith Zimmermann und Traudl Hecher waren ein weiteres Highlight dieser Ära.

Weltcupsieg mit Schranz

1968 übernahm Gamon die ÖSV-Herren. 21 Siege im Weltcup, die von Karl Schranz, Reinhard Tritscher, Karl Cordin, Alfred Matt, David Zwilling und dem Montafoner Werner Bleiner bis 1962 herausgefahren wurden, zeugen von einer großen Ära, in die auch der RTL-WM-Titel von Karl Schranz (in Gröden) und zwei Weltcupgesamtsiege von Schranz – 1969 und 1970 – fielen. Gamon wurde 1965 mit dem Silbernen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.