„Mein Vorbild ist Luis Suárez“

15.08.2016 • 17:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nur sehr schwer zu stoppen ist Dimitri Oberlin, im Bild gegen St. Pöltens Daniel Petrovic. Fotos: gepa/3
Nur sehr schwer zu stoppen ist Dimitri Oberlin, im Bild gegen St. Pöltens Daniel Petrovic. Fotos: gepa/3

Altachs Shooting-Star über sein Idol und warum er im Ländle so aufblüht.

altach. Zu sagen, Dimitri Oberlin hätte einen Lauf, wäre maßlos untertrieben. Nach vier Runden führt der Schweiz-Kameruner die Schützenliste mit fünf Treffern und die Liga mit Altach an. Dem Traumassist gegen Rapid folgten zwei Doppelpacks gegen Admira und St. Pölten inklusive dem schnellsten Tor der Altacher Bundesligageschichte beim 3:1 gegen den Aufsteiger aus Niederösterreich. 103 Sekunden waren es in der Südstadt, nun vor eigenem Publikum benötigte der Stürmer gar nur 78 Sekunden.

Damit aber nicht genug: Dank seiner Treffer sicherte er dem Cashpoint SCR Altach den besten Bundesliga-Saisonstart in der Klubgeschichte. Es ist dies ja nicht das erste Mal, dass die Rheindörfler, seit Damir Canadi das Traineramt übernommen hat, die heimischen Rekorde purzeln lassen. Genügend Gründe für die VN, die erst 18-jährige Red-Bull-Leihgabe zum Interview zu bitten.

Ihnen geht derzeit wirklich alles auf. Woher kommt dieser gewaltige Lauf?

Wir gehen mit Altach immer 100 Prozent auf unsere Tormöglichkeiten los. Das macht es für mich leichter, als wenn wir nur auf Tore verhindern ausgerichtet wären. Ich bin glücklich im Moment, dass ich so fit bin, und dass ich meine Tore mache.

Wie beurteilen Sie persönlich ihre Leistung?

Ich bin einfach fokussiert, wenn ich in das Spiel gehe. Ich habe derzeit Freude beim Fußballspielen.

Sie geigen in Altach auf, als wären Sie schon ewig hier, dabei sind Sie erst im Sommer gekommen. Wie konnten Sie sich so schnell integrieren?

Die Spielstrategie von Altach, dieses schnell nach vorne Umschalten, ist nicht so
anders wie bei meinen vorigen Stationen Zürich oder Liefering. Die Mannschaft und der Trainer haben mir die Integration leicht gemacht.

Wie geht es Ihnen als Tabellenführer?

Dass wir nach der vierten Runde oben stehen, war eigentlich so nicht geplant. Aber wir sind sehr stolz darauf und wollen diese Position natürlich so lange wie möglich verteidigen.

Hatten Sie in Ihrer Karriere schon jemals so eine Form wie jetzt?

Wenn bei mir die Vorbereitung gut ist, so wie heuer, tu ich mir einfach leichter in der Meisterschaft.

Sie haben zuletzt in Städten wie Zürich und Salzburg gelebt. Wie geht es Ihnen im beschaulichen Altach?

Zweimal am Tag zu trainieren und dann einfach in meine Wohnung in Altach zu kommen – das tut mir gut. Ich habe vorher vier Jahre in Zürich gespielt und gewohnt. Das ist schon ein Unterschied. Ich denke, Altach ist der richtige Ort für mich. Es ist nicht viel los. Und deshalb habe ich mehr Zeit, mich auf Fußball zu konzentrieren. In der Vergangenheit hatte ich ein bisschen Probleme damit.

Haben Sie schon einen besonders guten Kumpel im Team?

Louis Mahop. Wir kommen aus dem gleichen Land, reden beide Französisch. Die anderen sind auch cool. Wir gehen manchmal gemeinsam essen. Wir verstehen uns alle sehr gut.

Gehen Sie neben dem Fußball einem besonderen Hobby nach?

Eigentlich nicht. Ich schaue sehr viele Fußballvideos (lacht).

Haben Sie ein Vorbild?

Luis Suárez. Ich mag seine Spielweise, seit ich klein bin.

Verdienter Abgang und abklatschen mit seinen Mitspielern.
Verdienter Abgang und abklatschen mit seinen Mitspielern.
Torjubel à la Dimitri Oberlin, dem Altacher Publikumsliebling.
Torjubel à la Dimitri Oberlin, dem Altacher Publikumsliebling.

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

Cashpoint SCR Altach SKN St. Pölten

 8 Schüsse gesamt 12

 4 Schüsse auf das Tor 3

35 % Ballbesitz 65 %

 8 Ecken 7

 5 Flanken aus dem Spiel 18

55 % Zweikampfquote 45 %

 2 Abseits 2

68 % Passquote 84 %

13 Fouls* 17