Sportlich und geschickt

Sport / 07.10.2016 • 18:19 Uhr
Beim Sparkasse-3-Länder-Marathon will Maximilian Taucher zeigen, was in ihm und seinem Handbike steckt.  Foto: taucher
Beim Sparkasse-3-Länder-Marathon will Maximilian Taucher zeigen, was in ihm und seinem Handbike steckt. Foto: taucher

Behindertensportler und junge Handbiker werden den 3-Länder-Marathon bereichern.

bregenz. Obwohl erst acht Jahre alt, zählt Maximilian Taucher schon zu den ganz Großen im Handbike-Nachwuchssport. Erst vor Kurzem ist er den Halbmarathon in Ulm gefahren. Morgen, Sonntag, kann Maximilian sein sportliches Geschick erstmals beim Sparkasse-3-Länder-Marathon zeigen. Gemeinsam mit Martina Hehle (13) nimmt er im Rahmen der Sonderwertung „Jugend Handbike“ die 5,9 Kilometer vom Seehotel Kaiserstrand ins Casinostadion in Angriff. Die jungen Athleten starten für den Rollstuhlclub Vorarlberg (RCV). Anlass ist die österreichische Meisterschaft im Straßenlauf für Behindertensportler, die unter der Regie des Behindertensportverbands Vorarlberg durchgeführt wird.

Vier Vorarlberger Teilnehmer

Insgesamt sind 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich gemeldet. Die Vorarlberger Fahnen halten vier Behindertensportler hoch. Zuzanna Sedlackova (15), Markus Aster (36) und Florian Knoll (35) sind sehbehindert und beim Vorarlberger Blindensportclub, Oliver Pfeifer ist mentalbehindert. Er gehört den Handball Specials Vorarlberg an. Außer Zuzanna, die 5,9 Kilometer läuft, starten alle über 10,9 Kilometer.

Gut vorbereitet ist jeder. Markus Aster beispielsweise hat schon einige Halbmarathons und Businessruns in den Beinen. Für ihn macht das Ambiente des 3-Länder-Marathons das Besondere aus. Dass er als Sehbehinderter ohne Begleitperson laufen muss, nimmt er hin. „Es wird zwar schwieriger, aber ich kenne die Strecke gut genug“, gibt sich der Wolfurter zuversichtlich. Dennoch wird ihn ab Lochau ein Kollege auf dem Fahrrad begleiten. „Wegen der Motivation“, gibt Markus freimütig zu.

Premiere für Florian

Für Florian Knoll ist Laufen hauptsächlich im Sommer ein Thema. Im Winter schnallt er sich die Langlaufski an oder widmet sich dem Krafttraining. Bei Volksläufen war der Bregenzer schon öfter dabei. Beim 3-Länder-Marathon feiert Florian Knoll seine Premiere. Zwei Mal in der Woche hat er für die Großveranstaltung trainiert. Wie Aster und Zuzanna Sedlackova muss er ohne Begleitung auskommen. „Ich werde schauen, wie es läuft“, nimmt er diese Einschränkung ebenso gelassen wie Zuzanna. „Ich probiere es einfach“, sagt sie.

Maxi wird von seinem Vater Alexander trainiert. Dreimal pro Woche sattelt er sein Spezialrad und tritt in die Pedale. Der Lohn sind Erfolge in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Nun freut sich der Bub auf seinen ersten Auftritt in der Heimat.

Es wird zwar schwieriger, aber ich kenne die Strecke gut genug.

Markus aster