Gegen WAC ist Geduld gefragt

SCR Altach empfängt den Wolfsberger AC und weiß, dass auch späte Siege zählen.
Altach. Am Herbstmeistertitel ist man in Altach knapp vorbeigeschrammt, den hat sich Sturm Graz in der letzten Runde gesichert. Der Titel des „Winterkönigs“ ist aber noch zu haben. Zwei Runden stehen noch aus im Jahr 2016 – zwei Mal haben die Rheindörfler zu Hause in der Cashpoint-Arena die Chance auf insgesamt sechs Punkte. Heute kommt es im Rahmen der 19. Runde der Bundesliga zum Duell gegen den Wolfsberger AC (16 Uhr), übernächsten Sonntag gastiert Rapid Wien mit Ex-Trainer Damir Canadi in Altach.
Gute Erinnerungen
An die Kärntner, die in der letzten Runde eine 0:4-Heimschlappe gegen Sturm Graz hinnehmen mussten, hat man im Laufe der Saison eigentlich nur positive Erinnerungen. In den bisherigen zwei Duellen gingen immer Kapitän Philipp Netzer und Co. als Sieger vom Feld. (1:0/h, 2:1/a). Die besten Erinnerungen daran hat wohl Dimitri Oberlin. In der ersten Runde als Joker eingewechselt, erzielte er das Goldtor (81.) zum ersten Heimsieg der Saison und läutete die unglaubliche Heimserie von sieben Siegen und zwei Remis ein. Auswärts in Kärnten (10. Runde) schnappte sich Oberlin, ebenfalls als Einwechselspieler, in Minute 91 den Ball und verwandelte einen Elfmeter zum 2:1-Sieg beim WAC. In beiden Duellen musste man also lange auf den Sieg warten. Genau darauf stellt man sich im Lager der Altacher auch heute ein. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Spiele gegen die Kärntner immer eng waren. Sie haben eine Mannschaft, die auswärts defensiv sehr geduldig agiert, schwer rauszulocken ist. Diesen Riegel wollen wir natürlich so früh wie möglich brechen, aber solange es 0:0 steht, müssen wir selbst als Team viel Geduld zeigen“, erklärt Trainer Werner Grabherr die Ausgangsposition. Dass die drei Punkte aber im Ländle bleiben sollen, ist klar, „denn wir haben uns als Team hier eine super Ausgangslage geschaffen, um das Jahr 2016 perfekt ausklingen zu lassen. Und dafür brauchen wir die drei Punkte gegen den WAC. Wir wollen ganz oben dran bleiben.“ Mittelfeldmotor Patrick Salomon schlägt in dieselbe Kerbe und will von einem Spannungsabfall innerhalb der Mannschaft nichts wissen: „Wir wissen, was wir schaffen können, deswegen sind die Konzentration und der Fokus ungemein hoch, wir brennen alle auf das Spiel gegen den WAC.“
Coach Grabherr muss neben den rekonvaleszenten Spielern Hannes Aigner, Jan Zwischenbrugger und Christian Schilling auch auf den Gelb-gesperrten Nikola Dovedan verzichten. Dafür ist Benedikt Zech nach überstandener Grippe wieder zurück im Team. Damit hat der Trainer vor allem in der Abwehr wieder die Qual der Wahl. Wer Dovedan in der Offensive ersetzen soll, lässt Grabherr bis kurz vor Spielbeginn offen. Dafür fix: Das Spielfeld wird sich in nahezu perfektem Zustand für diese Jahreszeit zeigen. Denn seit Donnerstag läuft die im Sommer neu eingebaute Rasenheizung in der Cashpoint-Arena.
Wir wollen ganz oben dran bleiben. Dafür brauchen wir drei Punkte gegen den WAC.
Werner Grabherr


Teamnews
Cashpoint SCR Altach
Aufstellung (3-5-2): Lukse; Zech, Netzer, Galvão; Lienhart, Prokopic, Jäger, Ngwat-Mahop, Schreiner; Daniel Luxbacher, Oberlin
Ersatz: Kobras; Harrer, Ortiz, Sakic, Patrick Salomon, Zivotic, Ngamaleu
es fehlen: Aigner, Zwischenbrugger (Aufbautraining), Schilling (Knöchel), Dovedan (gesperrt).
Wolfsberger AC
Aufstellung (4-4-2): Dobnik; Zündel, Rnic, Hüttenbrenner, Baldauf; Sanogo, Rabitsch, Tschernegg, Wernitznig; Prosenik, Topcagic
Ersatz: Kofler; Sollbauer, Palla, Standfest, Jacobo, Hellquist
es fehlen: Offenbacher (gesperrt), Klem, Drescher (beide Muskelfaserriss), Jacobo (Hüfte)