Nur noch ein Sieg und Bregenz kann aufatmen

Sport / 15.12.2016 • 19:58 Uhr
Beten muss Bregenz-Coach Robert Hedin nicht, sein Team muss nur Bruck schlagen, um zu feiern. Foto: gepa
Beten muss Bregenz-Coach Robert Hedin nicht, sein Team muss nur Bruck schlagen, um zu feiern. Foto: gepa

Ein Erfolg des Rekordmeisters in Bruck – und Bregenz braucht keinen Taschenrechner mehr.

Bruck/mur. Vor weniger als zwei Wochen schaute es für den österreichischen Rekordmeister Handball Bregenz düster aus: 14 Punkte aus 14 Spielen im Grunddurchgang waren alles andere als meisterlich. Zudem war die Konkurrenz davongeeilt und die Bregenzer sahen sich in der Tabelle auf Rang sieben. Eindeutig zu wenig, um den Einzug unter die ersten fünf der Tabelle und damit die Teilnahme für das Obere Play-off zu bewerkstelligen. Doch die Mannschaft rund um Trainer Robert Hedin mobilisierte nochmal alle Kräfte, konnte die letzten drei Spiele alle gewinnen und steht nun mit einem Bein im oberen Play-off. Den letzten Schritt dahin will man heute beim Auswärtsspiel in Bruck setzen.

Blick auf andere Matches

Die Vorzeichen stehen gut, denn Bregenz hat im direkten Vergleich mit den unmittelbaren Konkurrenten Schwaz und Krems die Nase vorne. Verliert Krems gegen Westwien, können sich die Vorarlberger sogar eine Niederlage in der Steiermark leisten. Davon will Trainer Robert Hedin aber nichts wissen. Nach dem 31:27-Sieg in Leoben will man nun in Bruck nachdoppeln und den Schritt in das obere Play-off aus eigener Kraft schaffen. „Der Fokus liegt natürlich nur auf unserem Spiel. Wir wollen unbedingt siegen, und vielleicht gelingt uns dann ja sogar noch der Sprung auf den dritten Platz“, so Hedin, der dennoch zugibt, „dass ich während des Spiels sicher auf die Resultate der anderen Spiele schauen werde. Die starten ja etwas früher als unser Spiel, vielleicht ist das auch ein Vorteil für uns.“

Varvne beißt auf die Zähne

Hedin muss in Bruck weiter auf Lukas Frühstück (Angina und Mittelohrentzündung) und Goran Aleksic verzichten, zudem beißt Tobias Varvne auf die Zähne, eine Schulterverletzung hemmt den Spielmacher der Bregenzer. Dennoch ist man im Lager des Rekordmeisters positiv gestimmt, „die Jungs haben in dieser schwierigen Zeit gelernt, mit dem Druck umzugehen. Schaffen wir den Einzug in das Obere Play-off, bin ich überzeugt, dass dies im Team einen Schub für den Rest der Saison auslösen wird“, erklärt Hedin. Und vor allem die Leistungen der Abwehr und von Goalie Ralf-Patrick Häusle in den letzten Wochen geben jedenfalls viel Mut für das letzte Spiel im Grunddurchgang.

Die Jungs haben in letzter Zeit gelernt, mit Druck umzugehen.

robert hedin