Maxi ist nicht zu bremsen

Sport / 29.12.2016 • 18:03 Uhr
Groß in Fahrt: Maximilian Taucher wagt sich mit dem Handbike 2018 auf die Marathonstrecke. Foto: Taucher
Groß in Fahrt: Maximilian Taucher wagt sich mit dem Handbike 2018 auf die Marathonstrecke. Foto: Taucher

Als Handbikefahrer erobert der gehandicapte Achtjährige aus Dornbirn die Sportszene.

Dornbirn. Sportlich war der erst achtjährige Maximilian Taucher (8) schon immer. Auch sein körperliches Handicap konnte ihn nicht bremsen. Tennis, Eishockey und das Handbike sind seine Welt. Mit Letzterem heimst er Erfolg um Erfolg ein. Heuer leuchtete der sportliche Stern des Maxi Taucher besonders hell. Bei neun Rennen, von denen er sechs gewann, zeigte der junge Versehrtensportler auf, was alles möglich ist. „Für Maxi ist es eine Bestätigung, dass er etwas kann, was andere Kinder auch können“, sagt sein Vater und Trainer, Alexander Taucher.

Maxi kam mit einem offenen Rücken zur Welt. Frei laufen ist für den Buben unmöglich. Nur mit Krücken kann er sich einigermaßen auf den Beinen halten. Doch Maxi ließ sich dadurch in seinen sportlichen Ambitionen nicht beirren. Inzwischen gehört er zu den größten Talenten in der Handbike-Szene. So landete er etwa bei einem Rennen in Frankreich als jüngster Teilnehmer über sechs Kilometer auf dem zweiten Platz. Im Rahmen von „Bludenz läuft“ gewann Maxi Taucher den Handicap-Lauf, und in Stuttgart sicherte er sich mit neuem Rekord den Gesamtsieg. Beim ersten Halbmarathon, den er gemeinsam mit Erwachsenen in Ulm bestritt, absolvierte er die Strecke mit dem Handbike in 52 Minuten und wurde Zwölfter. Auch bei einem Demolauf anlässlich des Sparkasse-Dreiländer-Marathons sah Maxi Taucher als Erster die Ziellinie. Überdies wurde der Dornbirner heuer Landesmeister im Handbikefahren.

Auch im Winter wird trainiert

Für das kommende Jahr gibt es große Pläne, will sich Maxi Taucher erst noch auf Rennen bei Halbmarathons konzentrieren, danach geht er die Marathon­strecke an. Dafür trainiert er fleißig unter den Fittichen seines Vaters. Im Winter zweimal, im Sommer dreimal pro Woche.