„Besser geht es fast nicht“

Sport / 14.03.2017 • 21:42 Uhr
Christian Greber Foto: ÖSV
Christian Greber Foto: ÖSV

Åre. (VN-ko) Zwölf Medaillen gewannen Österreichs Skirennläufer bei der Junioren-WM in Åre. Christian Greber (45), Nachwuchschef im österreichischen Skiverband und Ex-Rennläufer aus Mellau, blickt zurück.

Wie fällt das Resümee für die Junioren-WM aus?

Greber: Sehr, sehr positiv. Zwölf Medaillen hat es schon lange nicht mehr gegeben, wir haben den Rekord von 13 bei der Heim-WM in Zauchensee 2007 fast erreicht. Zuletzt in Sotschi waren es fünf, in Hafjell vier, in Jasna acht, in Quebec vier und in Roccaraso 2012 nur zwei. Wir haben uns mannschaftlich sehr stark präsentiert, besser geht es fast nicht. Die Jahrgänge sind stabil, 1999er ist etwas schwächer. 2001 kommen ein paar Granaten, da gehört auch Lukas Feurstein dazu.

Kann man aus einer Junioren-WM Schlüsse für künftige Karrieren ziehen?

Greber: Für den weiteren Karriereverlauf sind Erfolge bei den Junioren sicher positiv. Man sieht, dass die Richtung stimmt. Aber ein Selbstläufer ist es nicht. Der Weg in den Weltcup ist ein hartes Brot, und neben einem hohen Arbeitspensum benötigt man auch ein Quäntchen Glück.

Wird sich Österreich wieder einmal als Austragungsort einer WM bewerben? Seit 1982 war man erst drei Mal Gastgeber.

Greber: Nächstes Jahr ist Davos und dann Fassa dran. Wir überlegen uns intern das Jahr 2020 für eine Kandidatur. Saalbach wäre als Generalprobe für eine große Ski-WM bereit, aber auch St. Anton bekundet Interesse.