Klaus Schmidt ante portas

Für die Unterschrift des neuen Trainers beim SCR Altach fehlen nur noch Details.
Altach. Vorarlbergs Bundesligist SCR Altach dürfte einen neuen Trainer gefunden haben. Klaus Schmidt soll die Mannschaft rund um Kapitän Philipp Netzer und Co. in Zukunft betreuen. Der 49-Jährige scheint bereits im Ländle zu verweilen, um die letzten Details mit den Vereinsverantwortlichen zu klären. SCRA-Sportdirektor Georg Zellhofer will sich aber auf Nachfrage dennoch nicht festlegen: „Nur so viel stimmt: Klaus Schmidt ist ein Kandidat, mit dem die zuständigen Leute aus unserem Klub aktuell verhandeln. Es gilt aber noch einige Kleinigkeiten aus dem Weg zu räumen.“ Fakt: Der SCR Altach wird dem noch aktuellen Klub BW Linz eine Ablöse zahlen müssen, denn Schmidt hat zwar in seinem erst vor Kurzem verlängerten Vertrag eine Ausstiegsklausel für die Bundesliga, daran war aber eine fixierte Summe gekoppelt.
In Linz beginnt‘s
In Altach ziert man sich zwar noch mit einer fixen Veröffentlichung, bei BW Linz scheint man sich gehingegen schon mit dem Transfer abfunden zu haben. BW-Geschäftsführer David Wimmleitner zum Abgang des Trainers aus Linz: „Ich gehe zu 95 Prozent davon aus, dass Schmidt in Altach Trainer wird, damit habe ich mich eigentlich schon abgefunden. Aber ich freue mich sehr für ihn. Er hat es sich verdient, in der Bundesliga anzudocken. Ich wünsche dem Klaus, dass er das Ländle genauso rockt wie BW Linz.“
Bewegte Laufbahn
Für den gebürtigen Grazer, dessen Laufbahn im bezahlten Fußball vor 18 Jahren begann, wäre der SCR Altach die erste Station als Cheftrainer in der Bundesliga. Beim GAK heuerte Schmidt als Physiotherapeut an, erst drei Jahre später stieg er zum Kotrainer beim ehemaligen österreichischen Meister und Cupsieger auf. In den darauffolgenden Jahren folgten mehrere Stationen, auch als Cheftrainer, bis er im Herbst 2016 bei BW Linz landete. Dort hatte er den Auftrag, die abstiegsgefährdeten Stahlstädter in der Liga zu halten. Das gelang bravourös. Auch deshalb, weil Schmidt in den letzten Jahren immer bewiesen hatte, wie viel man mit harter und ehrlicher Arbeit erreichen kann. Demzufolge passt Schmidt sehr gut nach Altach. Die Rheindörfler hatten immer dann Erfolg, wenn hart und konsequent gearbeitet wurde.
Nachtrag bezüglich der Nicht-Einigung mit Oliver Lederer: SCRA-Sportdirektor Georg Zellhofer will festhalten, „dass Oliver Lederer uns nicht abgesagt hat, sondern wir haben die Gespräche beendet, weil wir uns anderswärtig umschauen wollten. Ein ganz normaler Prozeß bei der Trainerfindung.“
Ich wünsche dem Klaus, dass er das Ländle genauso rockt wie uns hier bei BW Linz
David Wimleitner
Zur Person
Klaus Schmidt
Für den gebürtigen Grazer ist der SCR Altach die erste Station als Cheftrainer in der österreichischen Bundesliga.
Geboren: 21. Oktober 1967
Geburtsort: Graz
Ausbildung: Physiotherapeut
Laufbahn: Kapfenberger SV (Jugend/1997-1999), GAK (Physiotherapeut/1999-2002), GAK (Co-Trainer/2002-2007), SK Austria Kärnten (Co-Trainer/2007), SK Austria Kärnten (Cheftrainer/2007-2008), SC Wr. Neustadt (Co-Trainer/2008-2009), Nationalteam Bahrain (Co-Trainer/ 2010), Al-Wahda (Ver. Arab. Emirate/Co-Trainer/ 2010-2011), Österreich U21 (Co-Trainer/2012), Kapfenberger SV (Cheftrainer/2012-2013), Austria Salzburg (Cheftrainer/2014), FC Wacker Innsbruck (Cheftrainer/2014 -2016), FC BW Linz (Cheftrainer/2016-2017)