Weiter dicke Luft in Lustenau

Zukunft von Trainer Andreas Lipa bleibt offen.
lustenau Die 1:3-Niederlage der Austria bei der SV Ried hat im Lustenauer Lager keineswegs zu einer Entschärfung der Trainerdiskussionen geführt. Präsident Hubert Nagel hatte bereits vor dem Match angekündigt, dass er genau auf die Art und Weise des Auftritts seiner Mannschaft schauen werde. Und was er sah, zauberte dem Präsidenten kein Lächeln ins Gesicht. „Ich hätte mir einfach mehr Aufbäumen der Mannschaft gewünscht. Auch wenn man in Unterzahl agiert, aber wenn man so wie wir wieder an die oberen Ränge der Tabelle anschließen will, muss man einfach mehr bringen. Leider war das in Ried nicht der Fall“, so Nagel. Auch bei der Analyse der Partie am Tag nach der Niederlage, die der Präsident mit dem Trainer durchführte, kam man auf keinen grünen Zweig. „Der Trainer sah im Spiel einen Fortschritt der Mannschaft, diesen Eindruck konnte ich nicht teilen. Denn ich finde, wir haben uns am Platz einfach zu wenig gegen die Niederlage gewehrt.“
Dennoch, kurzfristige Auswirkung auf den Posten des Trainers hat die Niederlage nicht. Noch nicht. Denn Präsident Nagel gibt zu, dass es, wenn nicht bald Siege folgen, immer schwerer wird, am Trainer festzuhalten. „Ich bin keiner, der beim ersten Gegenwind alles umwirft. Aber natürlich wird es für Lipa nicht leichter, sei es im Vorstand oder auch bei der Mannschaft. Der Glaube an ihn wird mit jeder Niederlage nicht größer.“
Nächste Chance im ÖFB-Cup
Fakt ist, Trainer Andi Lipa kann nach 18 Ligaspielen auf keinen guten Punkteschnitt (1,2 Punkte pro Spiel) blicken. Nur sechs mal konnte man gewinnen, vier Spiele endeten Remis und bereits acht Mal ging die Austria unter seiner Führung als Verlierer vom Feld. Dazu hat man in der Tabelle bereits zwölf Zähler Rückstand auf Leader Wr. Neustadt (23 Punkte) und neun Punkte fehlen auf den Drittplatzierten SV Ried (20 Punkte). Umgekehrt ist man nur vier Punkte weg von Schlusslicht FAC (sieben Punkte). Alles andere als zufriedenstellend, verlautbarte man ja vor Saisonstart das Minimalziel Bundesliga-Aufstieg – mit dem Nachsatz von Lipa, „dass man am liebsten auch gleich Meister werden will.“ Dieses Thema kann man in Lustenau wohl abhaken.
Dafür haben Kapitän Christoph Kobleder und Co. morgen in Oedt im ÖFB-Cup die Chance auf Verbesserung der Gesamtsituation. Da wird Lipa sicher noch auf der Trainerbank sitzen. Sollte aber gegen den Regionalligisten etwas schiefgehen, werden die Stimmen innerhalb des Klubs gegen Lipa sicher nicht leiser werden.
ÖFB Cup 2017/18
2. Runde
SV Wimpassing – FC BW Linz heute
Wimpassing, 18 Uhr
ASKÖ Oedt – Austria Lustenau Dienstag
Stadion Transdanubia, 16 Uhr
SV Grödig – LASK LINZ Dienstag
Goldberg Stadion, 19 Uhr
Austria Klagenfurt – KSV 1919 Dienstag
Wörthersee-Stadion, 19 Uhr
Neusiedl/See – SV Ried Dienstag
Neusiedl, 19 Uhr
FC Gleisdorf – Wolfsberger AC Dienstag
Solarstadion, 19 Uhr
Union St. Florian – SC Weiz Dienstag
Sportpark, 19 Uhr
SV Horn – TSV Hartberg Dienstag
Volksbank-Arena, 19.30 Uhr
Amstetten – Wacker Innsbruck Dienstag
Ertl-Glas-Stadion, 19.30 Uhr
USK Anif – SK Sturm Graz Mittwoch
Goldberg Stadion, 18 Uhr
Vöcklamarkt – Austria Wien Mittwoch
Stadion Vöcklamarkt, 18.30 Uhr
Union Gurten – SCR Altach Mittwoch
Park21-Arena, 19 Uhr
SC Parndorf – SV Mattersburg Mittwoch
Heidebodenstadion Parndorf, 19 Uhr
B. Gleichenberg – FC Admira Mittwoch
Arena Bad Gleichenberg, 19 Uhr
ASK Elektra – SK Rapid Wien Mittwoch
Sportclub-Platz, 20.30 Uhr
Bruck/Leitha – RB Salzburg Donnerstag
Heidebodenstadion Parndorf, 19 Uhr