„Mir fehlt die Zeit, um nervös zu werden“

Monoskifahrerin Heike Eder rüstet sich für Paralympics-Start.
Götzis Endspurt in der Vorbereitung für Monoskifahrerin Heike Eder vor ihrer Teilnahme an den Paralympics 2018. 22 Tage von Beginn der zwölften olympischen Winterspiele für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung vom 9. bis 18. März in Pyeongchang sollte der Tag von Vorarlbergs einziger nominierter Sportlerin eher mehr als 24 Stunden haben. „Im Moment habe ich nur sehr wenig bis gar keine Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, was eigentlich auf mich zukommt. Meine Arbeit und die Trainings nehmen mir die Zeit darüber nachzudenken, was kommt. Ich habe das Gefühl, dass mir die Zeit bis zur Abreise sprichwörtlich davonrinnt“, erklärt die 29-jährige Götznerin.
Großzügiger Arbeitgeber
Nachdem Eder mit einem sechsten Rang im Riesentorlauf und einem vierten Platz im Slalom der LW-12-Klasse bei den Para-Weltcuprennen vom 19. bis 22. Dezember im Kühtai die notwendige Norm für eine Entsendung zu den Paralympics 2018 erbrachte und sich selbst damit ein perfektes Weihnachtsgeschenk machte, sei die Zeit noch knapper geworden. „Dank der wohlwollenden Unterstützung meines Arbeitgebers gelingt es mir dann aber doch, die vielen Termine unter einen Hut zu bekommen“, betont die Personalleiterin bei der Arbeiterkammer Vorarlberg.
Beeindruckend zeigte sich die gebürtige Batschunserin von den Erlebnissen der Einkleidung in Salzburg: „Die Ausstattung ist sportlich, funktional und erfüllt alle Anforderungen, die man als Athlet hat. Daneben waren aber auch die verschiedenen Vorträge sehr interessant.“ Nächster Fixtermin ist die Verabschiedung bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen kommenden Dienstag in Wien. Am 6. März erfolgt dann der Abflug nach Südkorea, wo Eder am 15. März im Slalom bzw. drei Tage später im Riesentorlauf im Einsatz sein wird.
Tipps von den Lehrmeistern
Die Vorfreude auf das Debüt im Zeichen der fünf Ringe ist bei Eder trotz des Terminstresses riesengroß: „Ich erwarte mir ein unglaubliches und unvergessliches Erlebnis. Aus sportlicher Sicht versuchte ich, die Sache so locker wie möglich anzugehen. Ich werde alles geben, versuchen mein Optimum, abzurufen und es wird sich zeigen, was dann rauskommt.“
Einige Tipps zum Thema Olympia hat Eder in den letzten Tagen auch von ihren beiden Heimtrainern, Monoski-Weltmeister Philipp Bonadimann und Paralympics-Medaillengewinner Robert Meusburger, bekommen. „Philipp hat mir genau erklärt, worauf ich achten muss bei der Verpackung meines Monoskischlittens, damit er ohne Beschädigung die Reise nach Südkorea übersteht.“
„Ich versuche, die Sache so locker wie möglich und ohne großen Druck anzugehen.“