Längerer Atem im Kampf um Pole Position

Sport / 23.02.2018 • 22:55 Uhr
Nationalspieler Lukas Herburger erzielte beim 33:28-Heimsieg von Meister Alpla HC Hard gegen Vize Fivers Margareten vier Treffer. Hartinger
Nationalspieler Lukas Herburger erzielte beim 33:28-Heimsieg von Meister Alpla HC Hard gegen Vize Fivers Margareten vier Treffer. Hartinger

Alpla HC Hard nach 33:28-Heimsieg über Fivers neuer Leader.

Hard Meister Alpla HC Hard steht in der Tabelle wieder auf jener Position, wo die Roten Teufel vom Bodensee auch am Ende der Saison stehen wollen. Im Topduell des dritten Spieltags der Spusu Handball-Liga Austria setzte sich der Titelverteidiger in eigener Halle gegen Vizemeister Margareten mit 33:28-Toren durch und hat die Spitzenposition in der Tabelle der Bonusrunde übernommen.

Doknic war der Unterschied

Die beiden Pro­tagonisten der letzten Jahre in Österreichs Männerhandball lieferten sich vor 1800 Zuschauern von der ersten Sekunde an einen offenen Schlagabtausch. Nach dem 6:7-Rückstand (10.) übernahmen die Gastgeber mit einem 3:0-Lauf auf 9:7 (16.) das Kommando. Besonders die Einwechslung von Neuzugang Ivan Horvat wirkte sich in dieser Phase im Angriff positiv aus. Allerdings bekundete die Equipe von Coach Petr Hrachovec in der Deckung doch einige Probleme und die Fivers, bei denen Spielmacher Vytas Ziura fehlte, fanden immer wieder eine Lücke in der Harder Hintermannschaft. Am Ende wurden beim Stand von 18:16 aus Sicht der Hausherren die Seiten gewechselt.

Nach dem Kabinengang änderte sich wenig am Spielgeschehen: Hard legte stets vor, doch die Wiener ließen sich nicht wirklich abschütteln. Nach dem 27:26-Zwischenstand in der 49. Spielminute stand die Partie auf der Kippe. Doch wie schon so oft in der Vergangenheit hatte Hard mit Goalie Golub Doknic jenen Akteur in seinen Reihen, der für den kleinen, aber am Ende entscheidenden Unterschied sorgte.

Der „Hexer“ entschärfte drei wichtige Angrifffe der Fivers. Dank seiner Paraden konnten sich die Roten Teufel auf 31:26 (58.) absetzen und kamen zu einem verdienten 33:28-Erfolg.

„Wir haben über 60 Minuten zwar keine hochklassige, aber eine konstant gute Angriffsleistung gezeigt. Mit der Performance in der Abwehr war ich allerdings nichts zufrieden. Da fehlte die letzte Konsequenz und die Fivers kamen zu vielen einfachen Treffern. In der Schlussphase war es dann Golub Doknic, der mit seinem Paraden den Grundstein legte, dass wir uns doch noch klar absetzen konnten,“ betonte Hard-Cheftrainer Hrachovec nach Spielende.

„Wir haben jetzt in Blickrichtung Titelrennen ein klares Zeichen gesetzt und jetzt gilt es, im Spiel bei Krems in einer Woche unsere Vormachtstellung zu bestätigen“, erklärt Hrachovec abschließend.

„Mit der Leistung im Angriff bin ich zufrieden, mit jener in der Abwehr aber nicht.“

Ante Esegovic erzielte zehn Treffer, davon sieben per Siebenmeter. gepa
Ante Esegovic erzielte zehn Treffer,
davon sieben per Siebenmeter. gepa

Handball-Liga Austria 2017/18

Bonusrunde (Top 5 der Hauptrunde)

3. Spieltag

Alpla HC Hard – HC Fivers WAT Margareten 33:28 (18:16)

Sporthalle am See, SR Lajko/Seidler

Strafminuten: 7 bzw. 7

Torfolge: 4. 3:4, 16. 9:8, 20. 13:11, 23. 15:13, 28. 16:16, 36. 22:19, 40. 24:21, 42. 25:24, 51. 27:26, 56. 30:26, 59. 32:28

Alpla HC Hard: Hurich, Doknic; Manuel Maier, Schmid (6), Raschle (6), Zivkovic (1), Wüstner, Schiller, Tanaskovic (3), Schwärzler, Knauth (2/1), Dicker (1/1), Herburger (4), Zeiner (4), Surac (1), Horvat (5)

HC Fivers WAT Margareten: Filzwieser, Tanic; Ivan Martinovic (8), Nikolic, Gangel, Brenneis, Schweiger (4), Stummer (1), Haunold, Marin Martinovic (7/1), Jonas (2), Kolar (5), Aljetic, Riede, Brandfellner (1), Seidl

SG Handball West Wien – Bregenz Handball 29:22 (14:9)

BSFZ Südstadt, SR Wallner/Weber

Strafminuten: 7 bzw. 6

Torfolge: 7. 3:1, 15. 6:5, 22. 10:7, 24. 11:9, 31. 15:9, 39. 18:11, 44. 21:14,
47. 21:17, 51. 24:19, 57. 28:21

SG Handball West Wien: Uvodic, Nikolic: Führer (4), Ragnarsson (5), Meleschnig, Rabenseifer (1), Frimmel (4/1), Hajdu (3), Schiffleitner, Jovanovic (1), Jelinek (1), Pratschner (1), Kristjánsson (7/3), Fuchs (1), Kofler (1)

Bregenz Handball: Aleksic, Häusle; Frühstück, Babarskas (1), Ramic, Klopcic, Lampert, Bammer (4), Schnabl, Esegovic (10/7), Chychykalo, Mohr (3), Gangl (1), Glaser, Kikanovic (3)

Tabelle

1. Alpla HC Hard (Meister) 2 2 0 0 56: 49 +7 18 (14)

2. HC Fivers WAT Margareten 2 1 0 1 59: 58 +1 17 (15)

3. UHK Krems 2 2 0 0 61: 54 +7 15 (11)

4. SG Handball West Wien 3 1 0 2 77: 78 -1 13 (11)

5. Bregenz Handball 3 0 0 3 74: 88 -14 12 (12)

Erklärung: In Klammer Bonuspunkte Grunddurchgang

Modus: Im Viertelfinale (ab 27. April) können die Top-3-Teams der Bonusrunde sich den Gegner aussuchen. In den K.-o.-Duellen hat das besser klassierte Team nach der Bonusrunde im ersten bzw. dritten Spiel bzw. ggf. fünften Spiel (Finale) Heimvorteil.

4. Spieltag

UHK Krems – Alpla HC Hard 2. 3., 19.30 Uhr

 Bregenz Handball – HC Fivers WAT Margareten 3. 3., 19 Uhr

Qualirunde (Ränge 6 bis 10 der Hauptrunde)

HC Bruck – SC Ferlach  26:27 (14:13)

HSG Graz – HC Linz 30:27 (15:17)

Tabelle

1. HC Linz 2 1 0 1 61: 59 +2 10 (8)

2. Schwaz Handball Tirol 2 1 0 1 48: 50 -2 10 (8)

3. SC Ferlach 3 2 0 1 83: 81 +2 9 (5)

4. HSG Graz (Aufsteiger) 2 2 0 0 61: 56 +5 8 (4)

5. HC Bruck 3 0 0 3 78: 85 -7 4 (4)