Handball-Länderspiel: Hochkarätiger Gegner, guter Boden

Sport / 09.04.2019 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Handball-Länderspiel: Hochkarätiger Gegner, guter Boden
Der neue ÖHB-Teamchef Ales Pajovic (mit Vollbart) mit den Ländle-Akteuren Robert Weber, Marian Klopcic, Gerald Zeiner, Lukas Herburger und Boris Zivkovic (v. l.). ÖHB

Debüt von ÖHB-Teamchef Ales Pajovic am Donnerstag in Dornbirn gegen Europameister Spanien.

Dornbirn Vorarlbergs Handballfans dürfen sich auf zwei besondere Leckerbissen im April freuen. Zunächst empfängt am Donnerstag (20.25 Uhr) Österreichs Männerteam im Rahmen des EHF-Euro-Cups mit Spanien den regierenden Europameister im Dornbirner Messestadion. Am Osterwochenende (19./20. April) geht dann an selber Stelle das Cashback-World-Final-4-Turnier des ÖHB-Cups mit den Ländle-Hochburgen Bregenz und Alpla HC Hard über die Bühne.

Premiere für Teamchef Ales Pajovic

Nach dem Abschluss der Bonusrunde und dem All-Star-Game am Wochenende hat Österreichs Männerteam bereits im Ländle Quartier bezogen und die erste Trainingseinheit in der zu einer Handballarena umgewandelten Eisarena absolviert. Der seit zwölf Tagen im Amt stehende Ales Pajovic hat für seinen ersten Auftritt als Nachfolger von Patrekur Johannesson als ÖHB-Teamchef insgesamt 18 Spieler, darunter sechs Legionäre und die restlichen aus sieben verschiedenen Vereinen der Spusu Liga, einberufen. Aus Vorarlberger Sicht stehen Deutschland-Legionär Robert Weber, der bei Schaffhausen in der Schweiz spielende Lukas Herburger, das Alpla-HC-Hard-Duo Gerald Zeiner und Boris Zivkovic und Bregenz-Flügelspieler Marian Klopcic im Aufgebot.

Acht Monate vor dem ersten Auftritt bei der Heim-Euro 2020, die zusammen mit Schweden und Norwegen ausgerichtet wird, hat der 40-jährige Pajovic erstmals die Möglichkeit, in Blickrichtung Championat seinen Spielern auf den Zahn zu fühlen. „Wir waren das erste Mal alle beisammen, das war ein besonderer Moment für mich. Mit dem Training bin ich sehr zufrieden, alle haben von der ersten bis zur letzten Minute mitgezogen. Da wir nicht viel Zeit haben, haben wir sofort mit der Taktik gestartet. Die Jungs haben das super gemacht, waren voll motiviert“, betonte Pajovic nach seiner ersten Trainingseinheit als ÖHB-Teamchef.

Trotz der Erfahrung aus 181 Länderspielen für Slowenien, Teilnahmen an zwei Olympischen Spielen (2000 und 2004) sowie bei Welt- und Europameisterschaften und Stationen als Spieler bei Topklubs wie Celje, Cuidad Real, THW Kiel und SC Magdeburg betonte Pajovic, dass er in den letzten Tagen eine positive Anspannung verspürte: „Es ist natürlich etwas ganz Neues, ob man als Spieler oder wie jetzt Nationaltrainer tätig ist. Die Vorfreude auf die neue Aufgabe ist schon etwas anders. Jetzt ist der erste Tag vorbei, die ersten Gespräche sind geführt und morgen geht es weiter.“

Gute Erinnerungen an das Messestadion

Wie der gesamte ÖHB-Tross freut sich auch Vorarlbergs Landespräsident Hansjörg Füssinger (58) auf den Auftritt des Männerteams im Vorarlberg. „Das Nationalteam war letztmals 2015 (Anm.: 29:22-Sieg gegen Finnland in der EM-Qualifikation in Bregenz) zu Gast. Da Vorarlberg wie bereits schon 2010 als EM-Spielort aufgrund der fehlenden Halle, die mindestens 5000 Zuschauer fassen muss, nicht zur Diskussion stand, wollten wir wenigstens im Vorfeld ein Länderspiel. Dies ist gelungen und die Vorfreude auf ein Duell auf höchster Ebene ist groß“, erklärt der seit November 2017 im Amt stehende Füssinger.

Erster Länderspiel 1972

Dass Vorarlberg ein guter Boden für das ÖHB-Männerteam ist, belegt die Statistik. In 20 Länderspielen seit der Premiere 1972 gab es elf Siege und neun Niederlagen. Eine Niederlage war das 26:28 gegen Spanien am 31. Mai 2002 im Dornbirner Messestadion im Rahmen der WM-Quali.

Dass das Messestadion auch eine ÖHB-Erfolgstätte ist, unterstreichen der 31:15-Kantersieg am 12. Juni 2010 gegen die Niederlande und die damit verbundene Qualifikation zur WM-Endrunde 2011.

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