Die Cup-Halbfinalisten stehen fest: FC Dornbirn, Dornbirner SV und Hohenems folgen Schruns

09.05.2019 • 08:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Dornbirns Christoph Domig (in Rot gegen Burhan Yilmaz) war mit der Beste am Platz beim Sieg über seinen Stammklub. STEURER

Rothosen feiern Kantersieg in Röthis, Hohenems siegt verdient in Lauterach und der DSV schaltet im Elferschießen Egg aus.

Röthis Mit Bravour entledigte sich der Westliga-Spitzenreiter seiner Viertelfinal-Aufgabe im VFV Cup. Auch ohne Standardtorhüter Lukas Hefel sowie Verteidiger Andreas Malin und Topscorer Ygor Carvalho war der FC Dornbirn für Röthis eine Nummer zu groß. Die Schützlinge von Trainer Markus Mader veranstalteten ein Bestschießen und feierten einen ungefährdeten 7:1-Erfolg. Damit untermauerten die Rothosen ihre Anwartschaft auf den Titelgewinn. Zumal der FCD mit fünf Titelgewinnen in den letzten acht Jahren die aktuell erfolgreichste Cupmannschaft in Vorarlberg ist. Es könnte also Anfang Juni die ganz große Krönung einer langen Saison werden. Denn nur 48 Stunden nach dem Pokalfinale in Hohenems (5. Juni) wird das letzte Meisterschaftsspiel in dieser Saison angepfiffen. Dann könnte Dornbirn innert kürzester Zeit das Double perfekt machen.

„Dornbirn war uns in allen Belangen überlegen. Unser Ziel ist nun die Meisterschaft.“

Philipp Schwarz, Trainer SC Röfix Röthis

„Unser Sieg war nie gefährdet“, freute sich Trainer Mader vor allem über die Effizienz im Torabschluss. „Endlich haben wir unsere Überlegenheit auch in Tore umgemünzt.“ Wie wahr, denn über weite Strecken der Partie, vor allem nach dem Seitenwechsel, sahen die Zuschauer Einbahnfußball in Richtung Röthner Tor. Die Gäste ließen Ball und Gegner laufen und das Duo Deniz Mujic/Anes Omerovic leistete sich sogar den Luxus gleich mehrere gute Einschussmöglichkeiten auszulassen. Auffallend: Gleich drei der sieben Dornbirn-Tore wurden per Kopf erzielt. Dabei präsentierte sich Mittelfeldmann Alexander Huber in bester Torlaune, gingen doch gleich drei Treffer auf sein Konto. Der Offensivspieler hat sich damit eindrucksvoll für einen Einsatz in Bischofshofen empfohlen. „Dornbirn war in allen Belangen besser und hat verdient gewonnen“, gab es dann auch Lob von Röthis-Trainer Philipp Schwarz.

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Debütant Mora war der Matchwinner

Mit seinen erst 18 Jahren stahl Alejandro Dominguez Mora den Routiniers die Show. Erstmals bei seinem Stammklub VfB Hohenems in einer Partie der ersten Kampfmannschaft aufgeboten, wurde der Akademie-Spieler gleich zum Matchwinner. Kurz nach Wiederbeginn erzielte der Offensivspieler nach einem herrlichen Sololauf das vorentscheidende 2:0 (48.) für die Emser. Dabei hatte er seinen Einsatz nur den Ausfällen von Kapitän Johannes Klammer und Thomas Assiga zu verdanken. „Er ist ein Spieler mit viel Qualität und hat heute eine echte Talentprobe abgeliefert“, freute sich auch Trainer Peter Jakubec über den Auftritt seines Jungspunds. „Er kann in Zukunft zu einer echten Stütze werden.“
Der VfB hat sich mit dem verdienten Sieg in Lauterach die Chance auf das „Finale dahoam“ gewahrt. Es ist das große Ziel nach einer enttäuschenden Westligasaison. „Wir haben uns heute das Leben selbst schwer gemacht. Am Schluss waren wir im Spiel nicht intelligent genug und haben Lauterach zurück ins Spiel gebracht. Der Sieg war aber mehr als verdient“, sagte Jakubec. Für die frühe Führung hatte Kerim Abdül Kalkan per Kopf gesorgt. Das Anschlusstor von Vinicius Gomes für Lauterach kam schlussendlich zu spät (80.).

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Titelverteidiger DSV rettet sich dank Elfmeterschießen

Einen wahren Pokalkrimi lieferten sich die beiden Vorarlbergligaklubs Egg und DSV. Und wie vor drei Tagen in der Liga lautete das Ergebnis nach 90 Minuten 2:2. Je ein Doppelpack von Eggs Offensivmann Murat Bekar und DSV-Torjäger Julian Erhart machte somit ein Elfmeterschießen notwendig. Am Ende sollte schließlich der zehnte Schuss vom Elfmeterpunkt die Partie zugunsten der Gäste aus Haselstauden entscheiden. Aufseiten der Bregenzerwälder verschossen ausgerechnet die beiden Ex-Profis Gilles Ganahl, der die Stange traf, und Murad Gerdi. Beim DSV verschoss Sercan Altuntas seinen Elfmeter.
Titelverteidiger DSV steht damit trotz des Fehlens von Julian Schelling, Paul Hartmann, Jonas Gamper, Simon Bodemann und Leandros Tsohataridis im Halbfinale. „Unser Traum lebt“, freute sich DSV-Sportchef Marcel Lipburger und ergänzte: „Im Cup zählt das Weiterkommen.“ Egg muss damit weiter auf den erstmaligen Einzug ins Halbfinale warten. VN-tk

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