Harder Handballer kratzen in der Verlängerung noch die Kurve

11.05.2019 • 06:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kreisläufer Nejc Zmavc gehörte zu den Aktivposten bei den Hardern und  steuerte fünf Treffer zum 26:25-Auftaktsieg gegen West Wien bei. GEPA
Kreisläufer Nejc Zmavc gehörte zu den Aktivposten bei den Hardern und steuerte fünf Treffer zum 26:25-Auftaktsieg gegen West Wien bei. GEPA

Hard mit 26:25-Zittersieg in der Verlängerung zum Auftakt der Best-of-three-Halbfinale gegen West Wien.

Hard Die Auftaktpartie der Best-of-three-Halbfinalserie in der Spusu Liga wäre fast zu einem Déjà-vu-Erlebnis für den Alpla HC Hard geworden. Mussten sich die Roten Teufel vom Bodensee exakt vor einem Jahr und einem Tag gegen West Wien mit 25:26 geschlagen geben, hatte man diesmal mit demselben Resultat das bessere Ende auf seiner Seite. Der zweite Akt im Kampf um den Platz im Endspiel steigt am Montag (20.15 Uhr, live ORF Sport+) in Wien. Sollte danach Gleichstand herrschen, kommt es am 17. Mai in Hard zum entscheidenden Spiel.

Mangelne Chancenauswertung zu Beginn

Wie schon vor zwei Wochen im Viertelfinalduell gegen Schwaz kamen die Gastgeber trotz der ansprechenden Kulisse und lautstarker Unterstützung von den Rängen zunächst nicht richtig in Stimmung. Die Equipe von Klaus Gärtner erspielte sich zwar zahlreiche Chancen, scheiterte allerdings serienweise zum Teil ohne Bedrängnis an West-Wien-Goalie Florian Kaiper. Nach einer Viertelstunde hatte die Hausherren dann aber ihre Betriebstemperatur erreicht. Mit einem 3:0-Lauf von 8:8 (19.) auf 11:8 (22.) wurde ein erstes Signal gesetzt. Cheftrainer Gärtner musste tief in die Trickkiste greifen, ehe er die passenden Angriffsvarianten gefunden hatte. Das erstmalige Drei-Tore-Polster verlieh Gerald Zeiner und seinen Mitspielern auch das nötige Selbstvertrauen, die Angriffe geduldig bis zum Ende durchzuspielen und vor allem zu nutzen. Dank der Steigerung kamen die Harder zu einer komfortablen 15:11-Pausenführung.

„Wir haben überragende Aktionen im Angriff gezeigt, aber die Chancen nicht verwertet.“

Klaus Gärtner, Cheftrainer Alpla HC Hard

Nach dem Wiederanpfiff standen erneut die Abwehrformationen im Fokus. Die Gastgeber fanden nun öfter eine Lösung gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste und konnten den Vorsprung auf 18:13. (40.) ausbauen. Als Abwehrchef Max Hermann überknöchelte und fortan nicht mehr auf das Parkett zurückkehrte, kam das Spiel der Harder arg ins Stocken. Leichtsinnigkeiten und Fehlwürfe sorgten dafür, dass sich die Wiener mit einem 4:0-Lauf auf 18:17 (46.) zurückkämpften und als sie fünf Minuten vor dem Ende mit 22:21 in Front gingen, lag die Überraschung in der Luft. Am Ende retteten sich Harder aber mit einem Kraftakt und dem 23:23 in die Verlängerung.

Vier Sekunden vor Ende der Verlängerung parierte Hard-Goalie Thomas Hurich den Wurf von West-Wien-Teamspieler Julian Partschner. GEPA

Am Ende wurde ein Wiener in den Reihen der Harder zum Matchwinner. Goalie Thomas Hurich, der in der Schlussphase der regulären Spielzeit den zu Beginn stark haltenden Golub Doknic ablöste, sorgte mit drei wichtigen Paraden, darunter beim letzten Wurf von West-Wien-Flügelspieler Julian Pratschner vier Sekunden vor dem Abpfiff, für die Entscheidung. „Wir haben vor der Pause überragende Kombinationen im Angriff gezeigt, unsere Chancen aber nicht verwertet. Nach dem 18:13 und dem Ausfall von Max Hermann ist bei uns plötzlich der Faden gerissen. Nun heißt es einmal tief durchatmen, die Lehren aus dem Auftaktspiel ziehen und am Montag unsere Chancen besser verwerten,“ betonte Gärtner in seiner ersten Analyse.

Alle Informationen und Details zur Finalserie in der Spusu Handball Liga