Handball: Entscheidung in Halbfinalserie vertagt

13.05.2019 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im sechsten direkten Saisonduell musste der Alpla HC Hard in Partie zwei der Halbfinalserie mit 22:29 die erste Niederlage hinnehmen. Am Freitag wollen die Roten Teufel in eigener Halle den Ausrutscher ausbügeln und ins Finale einziehen. GEPA
Im sechsten direkten Saisonduell musste der Alpla HC Hard in Partie zwei der Halbfinalserie mit 22:29 die erste Niederlage hinnehmen. Am Freitag wollen die Roten Teufel in eigener Halle den Ausrutscher ausbügeln und ins Finale einziehen. GEPA

Alpla HC Hard mit 22:29 bei West Wien. Entscheidungsspiel in Best-of-three-Serie am Freitag (19 Uhr) in Hard.

Wien Wie schon im Viertelfinale gegen Schwaz muss der Alpla HC Hard auch in der Best-of-three-Halbfinalserie in die Verlängerung. 72 Stunden nach dem hart umkämpften 26:25-Heimsieg mussten sich Kapitän Dominik Schmid und seine Teamkollegen auswärts bei West Wien mit 22:29 geschlagen geben. Damit kommt es am Freitag (19 Uhr) in der Sporthalle am See in Hard zum ultimativen Showdown um den Einzug in die am 25. Mai beginnende Best-of-five-Endspielserie.

Nach 12:9-Führung den Kopf verloren

Zunächst schien alles nach Wunsch für die Roten Teufel vom Bodensee zu laufen und man erarbeitete sich schnell eine 7:4-Führung (10.). Doch mit Fortdauer der Partie schlich sich im Spiel des Vizemeisters immer mehr der Schlendrian ein. Nach dem komfortablen 12:9-Vorsprung (21.) sorgte eine Umstellung der Abwehrvariante von West-Wien-Coach Roland Marouschek dafür, dass die Partie zugunsten der Wiener kippte. Dazu kam, dass Gästegoalie Florian Kaiper zur Hochform auflief und den Harder Rückraumwerfern mit zahlreichen Paraden den Zahn zog. Nach einem 5:0-Lauf der Wiener wurden beim Stand von 14:12 aus Sicht der Gastgeber die Seiten gewechselt.

Qualität im Angriff fehlte

Nach dem Kabinengang ging es in derselben Tonart weiter. Während die Harder weiter gegen die offensive und aggressive Gästeabwehr große Probleme im Aufbau ihrer Angriffe bekundeten, nutzte die Equipe aus dem 14. Wiener Bezirk die Mängel des aktuellen Vizemeisters schonungslos aus. Als Schmid und Co. knapp zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 20:22 drei hochkarätige Chancen zum Anschlusstreffer ausließen und sich die Wiener ihrerseits mit drei Toren auf 25:20 (54.) wieder Luft verschafften, war die Entscheidung gefallen und die erste Harder Niederlage im sechsten direkten Duell in dieser Saison besiegelt. „Am Ende spielt es in einem K.-o.-Duell keine Rolle, ob du mit einem oder mit sieben Toren verlierst. Entscheidend war, dass wir trotz der Drei-Tore-Führung den Kopf verloren haben, unnötigte Würfe genommen haben und uns dadurch die Sache selbst schwerer gemacht haben, als nötig war. Dazu kam, dass ihr Goalie einen Sahnetag erwischt hat und wir ihn mit unseren schwachen Würfen aufgebaut haben“, ärgerte sich Hard-Teamspieler Boris Zivkovic unmittelbar nach dem Abpfiff. „Nun gilt es die Partie abzuhaken, am Freitag in eigener Halle die entsprechende Antwort zu geben und sich zu rehabilitieren.“

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