Von Gold bis Blech ist für Bargehr/Mähr bei 470er-EM noch alles möglich

Sport / 13.05.2019 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
David Bargehr und Vorschoter Lukas Mähr starten bei der 470er-EM von San Remo aus der vierten Position in die Medaillenentscheidung. Störkle

YC-Bregenz-Duo startet als Vierter in das Medal Race bei der 470er-EM.

San Remo, Weymouth Der fünfte Tag bei der Europameisterschaft der 470er-Segler im italienischen San Remo ist aufgrund zu starken Windes ohne Wettfahrt zu Ende gegangen. Nachdem es anfangs zwischen 32 und 36 Knoten hatte, wurden kurz vor der endgültigen Rennabsage durch die Wettfahrtsleitung sogar 42 Knoten gemessen. „Es wurde alles probiert und lange zugewartet. Diese Bedingungen sind aber zu gefährlich, daher wurde auch die richtige Entscheidung getroffen“, betont Steuermann David Bargehr. Da die Minimalanzahl von vier Wettfahrten absolviert wurde, folgt nun das Medal Race. In diesem startet Bargehr mit seinem Vorschoter Lukas Mähr aus aussichtsreicher Position, liegt das Duo des Yachtclub Bregenz doch an vierter Stelle der EM-Wertung bzw. Platz fünf in der Gesamtwertung.

Mit insgesamt 24 Nettopunkten haben Bargehr/Mähr elf Punkte Rückstand auf die in Front liegenden Schweden Anton Dahlberg/Frederik Bergström bzw. haben drei Zähler Differenz auf die in der EM-Wertung aktuell den Bronzeplatz einnehmenden Griechen Pangiotis Mantis/Pavlos Kagilalis. „Im Moment ist noch alles möglich. Wir können noch Gold holen, genauso gut aber nach hinten abrutschen. Auch wenn nur wenige Wettfahrten absolviert wurden, hat die Top-Ten-Platzierung schon eine gewisse Aussagekraft. Wir haben gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können. Dies ist einerseits eine Genugtuung, anderseits ist dadurch natürlich auch die Erwartungshaltung gestiegen. Jetzt heißt es noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, um das Maximum zu erreichen“, blickt Bargehr bereits auf die Medaillenentscheidung. „Besonders bitter wäre der Umstand, sollte der Wind erneut keine Wettfahrten zulassen. Wenn man so knapp an einer Medaille dran ist und so um seine Chance gebracht wird, hätte dies schon einen unangenehmen Beigeschmack.“

Bestes Resultat der WM-Dritten von 2018 bei kontinentalen Titelkämpfen ist bislang ein fünfter Endrang bei der EM 2017 vor Palma de Mallorca.

Benjamin Bildstein (l.) und David Hussl liegen nach vier Wettfahrten der 49er-EM auf dem 26. Zwischenrang. GEPA

Auftakt verlief nicht nach Wunsch

Bessere Bedingungen als an der italienischen Riviera fanden die 49er-Segler zum EM-Auftakt im englischen Weymouth vor. Mit dabei unter den 98 Booten bei den kontinentalen Titelkämpfen im 2012-Olympiarevier auch Benjamin Bildstein und Vorschoter David Hussl. Nach zwei fünften und einem 15. Platz bzw. einem 17. Rang als Streichresultat in den ersten vier Wettfahrten nimmt das YC-Bregenz-Duo mit 25 Punkten den 26. Rang in der Zwischenwertung ein und hat 15 Zähler Differenz auf die Top-Ten. „Es war kein guter Auftakt, weil wir einige falsche Entscheidungen getroffen haben. Jetzt gilt es, den Schalter umzulegen und uns schnell nach vorne zu arbeiten“, betont Steuermann Bildstein.

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