Harder Handballer beseitigen mit Cleverness alle Zweifel und lösen das Finalticket

18.05.2019 • 03:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Alpla HC Hard zieht mit 29:25-Heimsieg über West Wien in Finalserie ein und trifft dort ab 25. Mai auf Krems.

Hard Der Alpla HC Hard steht zum siebten Mal in den letzten acht Saisonen im Endspiel der Spusu Handball Liga. Im entscheidenden Duell der Best-of-three-Halbfinalserie setzte sich die Equipe von Cheftrainer Klaus Gärtner zu Hause gegen West Wien mit 29:25 (14:12) durch. Gegner in der erstmals im Best-of-five-Modus ausgetragenen Titelentscheidung ist Krems, das als Sieger der Bonusrunde im Auftaktspiel am 25. Mai Heimrecht hat.

Gerald Zeiner führte glänzend Regie

Wie schon beim 26:25 vor einer Woche an selber Stelle und dem 22:29 drei Tage später in Wien generierten die Roten Teufel vom Bodensee unter der Regie von Gerald Zeiner von der ersten Sekunde an zahlreiche Torchancen. Dass die Hausherren trotzdem mit 7:9 (18.) im Hintertreffen lagen, lag einzig daran, dass man in puncto Wurfeffektivität noch nicht sein Maximum ausschöpfte. Wie es geht, zeigte dann der nach einer Viertelstunde eingewechselte Dominik Schmid. Der Kapitän übernahm Verantwortung, sorgte mit einem Doppelschlag innert einer Minute für die 10:9-Führung (10:9) und stellte seine Wichtigkeit zum richtigen Zeitpunkt in eindrucksvoller Manier unter Beweis.

Hard-Kapitän Dominik Schmid war nur mit Fouls zu stoppen. GEPA

Doch auch der Rest der Mannschaft zeigte, dass man, wie von Cheftrainer Klaus Gärtner gefordert, die Lehren aus den vorangegangenen Duellen gezogen hat. In der Deckung wurden die Räume eng gemacht und im Angriff weiter flüssig kombiniert und geduldig auf die finale Chance gewartet.

In keiner Phase die Linie verloren

Nach dem Kabinengang waren es dann erneut die Roten Teufel, die sich trotz Unterzahl nicht aus dem Konzept bringen ließen und mit ihrem Zwischenspurt auf 20:14 (39.) die ohnehin schon ohrenbetäubende Stimmung in der Halle noch einmal anheizten. Wer zu diesem Zeitpunkt an einen ähnlichen Spielverlauf wie vor einer Woche dachte, als die Harder 20:13 vorne lagen und die Partie fast noch aus der Hand gegeben hätten, sah sich getäuscht.

Egal was West Wien versuchte, der überragend agierende Gerald Zeiner hatte stets die passende Antwort. Daneben war es aber auch Goalie Golub Doknic, der die letzten Hoffnungen der Wiener zerstörte und seinen Beitrag zum 29:25-Erfolg und dem damit verbundenen Finaleinzug leistete.

Thomas Weber war mit fünf Treffern der zweitbeste Harder Werfer. GEPA

„Ich ziehe den Hut vor der gesamten Mannschaft. Die Jungs haben wirklich einen Riesenjob erledigt und dürfen stolz sein“, betonte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner unmittelbar nach dem Abpiff. „Wir konnten im richtigen Moment die entscheidenden Nadelstiche setzen und haben nie unsere Linie verloren. Ein Sonderlob gebührt Spielmacher Gerald Zeiner. Trotz der verständlichen Freude gehen wir aber als Außenseiter in die Finalserie gegen Krems“, so Gärtner abschließend.

Alle Daten zur Finalserie in der Spusu Handball Liga