SCR Altach: Planungen, Abschiede und Enttäuschung

18.05.2019 • 06:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Noch bleibt abzuwarten, wie sich Trainer Alex Pastoor (52) entscheiden wird. gepa
Noch bleibt abzuwarten, wie sich Trainer Alex Pastoor (52) entscheiden wird. gepa

Das Heimspiel am Samstag gegen Hartberg tritt etwas in den Hintergrund.

Altach Es ist das letzte Heimspiel der Saison, es ist also auch Zeit, Abschied zu nehmen. Deshalb tritt der sportliche Aspekt beim Match heute (17 Uhr) gegen Hartberg ein wenig in den Hintergrund. Beim Cashpoint SCR Altach dominieren nämlich andere Themen den Alltag. Ganz oben auf der Agenda steht der Name Alex Pastoor. Die Zukunft des 52-Jährigen ist für die Vereinsverantwortlichen klar definiert, jetzt liegt es allein am Niederländer. Aus Klubkreisen ist zu vernehmen, dass sowohl das Bemühen um eine Weiterverpflichtung groß sei als auch die Wertschätzung der Person Pastoor. Mit einem Zweijahresvertrag soll der gemeinsame Weg besiegelt werden. Dafür braucht es nunmehr allein noch das Ja des Trainers.

Verabschiedungen

Schon jetzt aber ist klar, dass sehr verdiente Spieler den Verein verlassen werden, und das nicht unbedingt freiwillig. Bei Hannes Aigner (38) sind es die Probleme mit dem Sehnerv, die eine Fortsetzung seiner Karriere unmöglich machen. Auch der Name Andreas Lienhart (33) findet sich nicht mehr in den Planungen des SCRA. 2009 war der gebürtige Grazer zusammen mit Philipp Netzer (33) und Martin Kobras (32) zu den Rheindörflern gewechselt. Nun wurde dem Verteidiger kein neuer Vertrag angeboten. „Viele haben mich immer wieder gefragt: Warum unterschreibst du nicht? Fakt ist, dass nie mit mir gesprochen wurde. Das ist schon enttäuschend. Ich hätte mir diesbezüglich doch mehr Wertschätzung gewünscht, habe ich mir doch zehn Jahre den A… aufgerissen für den Verein. Es ist einfach so, dass der Mensch im Fußball nichts mehr zählt.“ Auch in seiner Enttäuschung bleibt sich der Steirer treu. Lienhart war immer ein Spieler, der offen seine Meinung kundtat, auch wenn die Worte zuweilen hart waren. So auch beim Abschied von seinem Herzensverein. „Ich habe hier viele Freunde gewonnen und tolle Fußballzeiten erlebt. Das möchte ich nicht vermissen. Andererseits muss ich mir nichts vorwerfen, denn ich habe stets alles gegeben.“ 317 Spiele für Altach, 19 Treffer und 55 Torvorlagen sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache.

Keine Abschiedsminute

Großen Dank gibt es von Lienhart für die Fans, die „uns permament die Treue gehalten haben“. Die Entscheidung des Vereins werde er natürlich akzeptieren, auch wenn er sich doch ein Gespräch „mit einer Person“ gewünscht hätte. Denn: „Natürlich hatte ich die Hoffnung, meine Profikarriere in Altach beenden zu dürfen. Jetzt geht es weiter.“

„Ich habe mir zehn Jahre den A. . . aufgerissen. Der Mensch zählt im Fußball leider nichts mehr.“

Andreas Lienhart, Spieler Cashpoint SCR Altach


So wird es ein emotionaler Abschluss ohne jegliche Einsatzminute. Eine solche wurde von Vereinsseite sowohl Lienhart als auch Hannes Aigner und Louis-Clement Ngwat-Mahop verwehrt.

Ganz große Klasse

Einer, der in Zukunft ein ganz Großer beim Cashpoint SCR Altach werden könnte, ist Marco Meilinger. Im VN-Interview spricht der 27-Jährige, dessen Vertrag bis Sommer 2020 läuft, über seine Situation, das Spiel gegen Hartberg und warum es für ihn im Frühjahr so gut läuft.

Neuer Vertrag bis 2021 für Altachs Emanuel Schreiner

Er gehört zu den Routiniers und spielt seit 2013 für den Cashpoint SCR Altach. Nun hat Emanuel Schreiner seinen auslaufenden Vertrag bei den Rheindörflern um zwei weitere Jahre verlängert. „Ich habe mittlerweile mehr als die Hälfte meiner Profikarriere beim SCRA verbracht. Damit ist der Verein für mich eine absolute Herzensangelegenheit und ich bin froh, dass der gemeinsame Weg weitergeht“, sagte der gebürtige Oberösterreicher. Zuletzt gehörte er bei Trainer Alex Pastoor zum Stammpersonal. Auch SCRA-Sportchef Georg Zellhofer freut sich, einen weiteren Leistungsträger an den Klub gebunden zu haben. „Dank seiner professionellen Einstellung ist Emanuel Schreiner sowohl auf als auch neben dem Platz ein absoluter Führungsspieler.“

Und das sagt Sportchef Georg Zellhofer zur Situation, hören Sie hier.

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