Handball: Titelshowdown erreicht den Siedepunkt

04.06.2019 • 21:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Luca Raschle war mit insgesamt sieben Toren, darunter die letzten beiden Treffer, einer der Matchwinner auf Seiten der Harder. GEPA

Alpla HC Hard zieht mit 26:24-Heimsieg in Finalserie gleich. Entscheidung am Samstag in Krems.

Hard Die Protagonisten im Kampf um die Krone in Österreichs Handballsport der Männer bleiben ihrer Linie treu: Im vierten Duell der Best-of-five-Finalserie zwischen dem Alpla HC Hard und Krems gibt es den vierten Heimsieg. Die Roten Teufel vom Bodensee gleichen mit dem 26:24-Erfolg in der Serie der Spusu Liga auf 2:2 aus. Damit kommt es am Samstag (20.15 Uhr) in Krems zum ultimativen Showdown um den Meisterpokal.

Packendes Duell auf Augenhöhe

Die 2300 Zuschauer in der Sporthalle am See bekamen wie schon in den vorangegangenen Aufeinandertreffen von der ersten bis zur letzten Sekunde ein packendes Duell auf Augenhöhe geboten. Zunächst hatten die Gäste aus Niederösterreich mehr vom Spiel und konnten die Führung behaupten, ehe die Gastgeber durch einen sehenswerten Treffer von Michi Knauth mit 6:5 (12.) erstmals vorne lagen. Doch Krems ließ sich selbst durch den kurzfristigen Ausfall von Lucijan Fizuleto nicht aus dem Konzept bringen. Allerdings profitierten die Wachauer in dieser Phase auch von zahlreichen technischen Fehlern der Harder. Doch die Equipe von Klaus Gärtner steckte nicht auf, ging weiter ein hohes Risiko ein, drückte unermüdlich auf das Tempo und legte immer wieder vor. Beim Stand von 14:14 wurden die Seiten gewechselt.

Wille und Einsatz wurden belohnt

Nach dem Kabinengang ging es in derselben Tonart weiter: Hard legte vor und Krems zog nach. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen und als vor Anbruch der letzten zehn Minuten nach einem abermaligen unnötigen Fehlpass der Harder David Nigg die 22:21-Führung (51.) erzielte, hatte die Spannung den Siedepunkt erreicht. Längst hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen. Zur Freude der Fans konnte Hard in der Schlussphase die entscheidenden Nadelstiche setzen und nach den spannungsgeladenen 60 Minuten über einen etwas glücklichen, aber ganz sicher nicht unverdienten 26:24-Erfolg jubeln.

„Man hat beiden Teams den Druck angemerkt. In den letzten zehn Minuten hatten wir auch das nötige Glück auf unserer Seite, das uns in so machen Spielen in dieser Saison nicht vergönnt war“, betonte Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner nach Spielende. „Nun hat Krems am Samstag wieder Heimvorteil und das wird eine richtig schwierige Aufgabe und man wird sehen, wie sie mit diesem Druck umgehen“, so Gärtner.

„Ich glaube, der kleine Unterschied war der absolute Wille. Wir haben nie aufgegeben und den Glauben verloren, dass wir die Partie gewinnen können. Die Fans waren heute ein wichtiger Faktor und ihnen gebührt ein riesiger Dank. Wenn wir jetzt noch die unnötigen Fehler minimieren, werden wir den Titel holen“, erklärte Routinier Michi Knauth.

Unsportlichkeit der Kremser nach Spielende

Wie groß der Druck ist, zeigten die Kremser nach dem Abpfiff. Auf Anordnung von Coach Ibis Thaqi verließen die Gäste noch vor der Ehrung der besten Spieler das Parkett und schlichen gesenkten Hauptes in die Kabine.

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