Weltcupfinale der Segler: Bildstein/Hussl auf Medaillenkurs

Sport / 08.06.2019 • 08:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach Gold 2016 befinden sich Benjamin Bildstein/David Hussl beim Weltcupfinale vor Marseille auf Medaillenkurs.Verban

49er-Duo geht als Zweiter ins Medal Race. Rang acht für Bargehr/Mähr im 470er.

Marseille Das 49er-Duo Benjamin Bildstein und David Hussl steuert beim Weltcupfinale der Segler vor Marseille einer Medaille entgegen. Nach der zehnten Top-Acht-Platzierung in der Qualifikation gehen der 27-jährige Wolfurter und sein Vorschoter aus Tirol als Gesamtzweite in das heutige Medal Race. Mit 43 Punkten haben sie zwar 27 Zähler Rückstand auf die überragend agierenden Spanier Federico und Arturo Alonso-Tellechea, dafür beträgt das Polster auf die drittplatzierten Schweizer Sebastian Schneiter/Lucien Cujean bereits zehn Punkte. Am dritten Wettfahrttag gewann das Duo des Yacht Clubs Bregenz nach den Rängen vier und sechs die dritte und letzte Wettfahrt bei viel Wind. „Es war ein sehr positiver Tag, wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht. Wir sind zwar noch nicht mit allem ganz zufrieden, unser Bootshandling bei Starkwind war aber deutlich besser als an den zwei Tagen zuvor. Wir haben hier einiges dazugelernt, was auch beim Wettfahrtsieg der entscheidende Faktor war“, erklärt Vorschoter Hussl. Das Medal Race, in dem doppelte Punkte vergeben werden, ist für 14.10 Uhr angesetzt.

Sollten Bildstein/Hussl eine Medaille holen, wäre es nach Gold im Dezember 2016 die zweite in der Karriere der Anwärter auf einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio.

David Bargehr/Lukas Mähr nehmen vor den beiden letzten Wettfahrten der Qualifikation den achten Zwischenrang in der 470er-Klasse ein. Verband

Bargehr/Mähr auf Finalkurs

Für das 470er-Duo David Bargehr und Lukas Mähr ist der Showdown an der Côte d’Azur zugleich die Generalprobe vor der WM Mitte August in Tokio. Vor den abschließenden beiden Wettfahrten in der Qualifikation nehmen sie nach einem elften und 19. Rang in der Tageswertung mit 70 Punkten den achten Zwischenrang ein. Die Segler waren mit komplett anderen Verhältnissen als noch am Vortag konfrontiert. Steuermann David Bargehr konnte den vielen Winddrehern sowie plötzlichen Löchern und Böen aber durchaus etwas Positives abgewinnen: „Für uns ist es wichtig, dass wir vor der WM unterschiedliche Bedingungen haben. Vor allem in der ersten Wettfahrt war mehr möglich, wo wir als Vierte an der Luv-Tonne waren. Im zweiten Rennen sind wir nicht so gut gestartet, haben uns aber super zurückgekämpft. Diese positiven Dinge, die auch bei einer WM entscheidend sein können, nehmen wir mit. Wir wissen, was gut klappt und wo wir noch zusetzen müssen. Der Weg stimmt uns positiv, wir wollen unseren Plan durchziehen und ins Medal Race einziehen“, fügte Bargehr hinzu.