Radball-EM: Das nächste Kapitel in der Erfolgsstory

Sport / 24.06.2019 • 09:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach der sechsten EM-Goldenen halten Patrick Schnetzer (r.) und Markus Bröll nun bei insgesamt 15 Titelgewinnen bei WM, EM und im Gesamtweltcup. SCHNETZER

Patrick Schnetzer und Markus Bröll zum sechsten Mal in Folge Radball-Europameister.

Möhlin Bei der Radball-Europameisterschaft im schweizerischen Möhlin konnten die Höchster Patrick Schnetzer und Markus Bröll ihre weltweite Ausnahmestellung wieder eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der 25-jährige Schnetzer und der 32 Jahre alte Bröll sicherten sich zum sechsten Mal in Folge die kontinentale Krone.
An der Stelle, wo am 18. Jänner 2020 das Weltcupfinale über die Bühne geht und nur knapp 25 Kilometer entfernt von Basel, wo vom 6. bis 8. Dezember die Weltmeisterschaft ausgetragen wird, legte das erfolgreichste Radballduo der Gegenwart mit dem Gewinn des EM-Titels auch die Basis für den angestrebten vierten Grand Slam nach 2014, 2016 und 2018 mit Triumphen bei allen drei Großereignissen des Radballsports in einer Saison.

Im Halbfinale feierten die alten und neuen Europameister einen klaren 9:3-Erfolg gegen die aufstrebenden Schweizer Benjamin und Severin Waibel. Schnetzer

Nach drei Siegen mussten Schnetzer/Bröll zum Abschluss der Vorrundengruppe in Möhlin gegen die 2018-Weltmeister Bernd und Gerhard Mlady mit 3:4 die erste Niederlage bei einer EM seit fünf Jahren hinnehmen. An der überlegenen Halbfinalteilnahme änderte das aber nichts. Parallel dazu konnten sich auch Kevin Bachmann und Stefan Feurstein (IG Sulz/Dornbirn) bei ihrem EM-Debüt mit zwei Siegen, einem Remis und einer Niederlage ebenfalls für die Vorschlussrunde qualifizieren.

Da beide rot-weiß-roten Mannschaften jeweils Zweite in der Vorrunde wurden, kam es zu keinem direkten Duell der Trainingspartner um den Finaleinzug. Während Schnetzer/Bröll im Halbfinale die aufstrebenden Schweizer Benjamin und Severin Waibel mit einem 9:3-Erfolg klar auf Distanz hielten, mussten sich Bachmann/Feurstein, ihres Zeichens U-23-Europameister der letzten drei Jahre, gegen die Mlady-Cousins mit 4:7 geschlagen geben.

Bei ihrem EM-Debüt erreichten Kevin Bachmann und Stefan Feurstein das Halbfinale. Am Ende belegte das Duo der IG Sulz/Dornbirn den undankbaren vierten Platz. Schnetzer

Klarer 8:2-Finalerfolg

In der Neuauflage der WM-Finalduelle der letzten beiden Jahre um die kontinentale Krone zeigten sich Schnetzer/Bröll wieder von ihrer gewohnt starken Seite und ließen keinen Zweifel an der Rangordnung aufkommen. Sie sicherten sich mit einem 8:2-Erfolg ihre sechste Goldene in Folge. Im Kampf um Bronze mussten sich Bachmann/Feurstein mit 3:7 geschlagen geben.

Für Vorarlbergs Radballer war es die zwölfte Goldene bzw. die 22. Top-3-Platzierung (12/4/6) bei UEC-Championaten in diesem Jahrhundert. VN-JD