Österreich-Radrundfahrt 2019: Kurz und knackig auf das Kitzbüheler Horn

Sport / 03.07.2019 • 20:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Dornbirner Daniel Geismayr (Team Vorarlberg Santic), im Vorjahr Gesamt-19., ist zum dritten Mal bei der Ö-Rundfahrt dabei. eisenbauer

Team-Vorarlberg-Santic-Fahrer Daniel Geismayr und Ex-Stundenweltrekordhaler Matthias Brändle sind bei der 71. Österreich-Radrundfahrt dabei.

Rankweil Ingesamt 876,5 Kilometer und 16.322 Höhenmeter, verteilt auf sechs Etappen durch fünf Bundesländer. Die am Samstag mit einem Prolog in Wels startende 71. Auflage der Österreich-Radrundfahrt wartet mit einer abwechslungsreichen Strecke, einer Bergankunft am Großglockner sowie einem packenden Schlusstag hinauf zum Kitzbüheler Horn auf.

Nach der Jubiläumstour im Vorjahr mit gleich sechs Bergankünften zeigten sich die Streckenplaner diesmal gnädiger mit den Radprofis. „Die diesjährige Strecke ist nicht so berglastig, aber sicher nicht zu unterschätzen. Vor allem das Finale wird den rund 150 Fahrern aus 18 Teams und neun Nationen alles abverlangen“, erklärt Franz Steinberger, seit 2017 Tourdirektor. Mit ihren knapp 880 Kilometern ist die 2019-Tour zwar die kürzeste in der Geschichte überhaupt, aber wohl auch eine jener, die wohl erst am Schlusstag auf dem 7,5 km langen Anstieg auf der Kitzbüheler Horn entschieden werden dürften.

Abgesehen vom alles überstrahlenden Gesamtsieg durch den Spanier Víctor de la Parte 2016 glänzte das vor 21 Jahren gegründete Radteam Vorarlberg Santic 2018 im Jubiläumsjahr nicht nur als perfekter Gastgeber bei der Auftaktetappe mit Start und Ziel in Feldkirch. Bei der 19. Teilnahme an der Österreich-Rundfahrt konnte sich die Ländle-Equipe zum Jubiläum als Zweiter über die erste Podestplatzierung in der Mannschafts-Gesamtwertung freuen. Eine Wiederholung scheint nicht zuletzt aufgrund der hochkarätigen Besetzung nur schwer möglich, wie Teamchef Thomas Kofler bestätigt: „Es wäre nicht korrekt, wenn wir davon ausgehen würden, wieder einen Top-3-Rang zu erwarten. Die Fahrer sind gut drauf, doch die Konkurrenz ist hochkarätig und es ist ein langer und harter Weg bis zur Entscheidung. Primäres Ziel ist es, die Nummer-eins-Position in der rot-weiß-roten Reihung zu verteidigen. Wenn es dann am Ende mehr werden sollte, sind wir ganz sicher nicht traurig darüber.“

Angeführt wird die Ländle-Equipe vom 29-jährigen Dornbirner Daniel Geismayr, der sich im Vorjahr als Gesamt-19. bei seiner zweiten Ö-Tour-Teilnahme über Platz drei in der Wertung der besten Österreicher freute. Besser als der Mountainbikespezialist waren lediglich sein ehemaliger MTB-Teampartner und Gesamt-Zweiter Hermann Pernsteiner und 2013-Gesamtsieger Riccardo Zoidl (Gesamt-5.).

Patrick Schelling als Kapitän der Ländle-Equipe

Als Kapitän des Teams Vorarlbergs Santic fungiert der Schweizer Patrick Schelling (29), der im Vorjahr als Vierter nach Rang drei 2016 nur knapp das Siegerpodest verpasste. Weiters im Aufgebot stehen der Deutsche Jannik Steimle (23), die Schweizer Roland Thalmann (25), Colin Stüssi (26) und Gordion Banzer (23) und Manuel Jose Gallego Diaz (23) aus Spanien. Schelling, zuletzt Elfter bei der Tour des Suisse, und Sprintspezialist Steimle, Gesamtsieger der Oberösterreich-Rundfahrt, werden von den Experten gute Chancen auf Teilerfolge eingeräumt.

Gespannt darf man auch auf das Comeback des 29-jährigen Hohenemsers Matthias Brändle nach sechsjähriger Pause bei der Landesrundfahrt sein. Der ehemalige Stundenweltrekordhalter, seit dieser Saison beim Pro-Continental-Team Israel Cycling Academy unter Vertrag, hat beim Prolog zum Auftakt in Wels am Samstag seinen ersten Tagessieg bei der Ö-Tour und das Rote Flyeralarm-Trikot des Führenden im Visier.