Tennis Wimbledon: Im Eilverfahren die Pflicht erfüllt

Sport / 04.07.2019 • 21:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Philipp Oswald (l.) und Roman Jebavy treffen in Wimbleon in Runde zwei auf das von Julian Knowle gecoachte ÖTV-Duo Oliver Marach/Jürgen Melzer. Jebavy

Philipp Oswald/Roman Jebavy treffen nach Aufgabesieg in Wimbledon auf ÖTV-Duo Marach/Melzer.

London Der Feldkircher Philipp Oswald ist bei den 133. All-England-Championships in Wimbledon in einer verkürzten Schicht in die zweite Runde des Hauptbewerbs einzogen. An der Seite des tschechischen Doppelpartners Roman Jebavy lag Oswald in der Auftaktrunde gegen Hugo Dellien/Guido Pella nach 56 Minuten Spielzeit mit 6:4, 5:2 vorne, ehe die bolivianisch-argentinische Paarung das Spiel vor dem dritten Satz aufgab. In der zweiten Runde warten nun zwei bekannte Gesichter. Der in der ATP-Doppelrangliste auf Platz 68 geführte Oswald und sein 29 Jahre alter Kollege treffen auf die als Nummer 14 gesetzte ÖTV-Paarung Oliver Marach/Jürgen Melzer, die erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier Seite an Seite spielen. Die beiden 38-Jährigen hatten sich am Tag zuvor in ihrem Auftaktmatch gegen Hsieh Cheng-peng/Christopher Rungkat (Tpe/Ind) 6:3, 6:4, 1:6, 2:6, 11:9 durchgesetzt.

Nach Pflicht soll nun die Kür folgen

„Es war ein angenehmes Los und eine dankbare Aufgabe“, betonte Oswald. Das österreichisch-tschechische Duo hatte die Partie auf Außenplatz vier jederzeit unter Kontrolle, lag im ersten Durchgang mit 3:1 und 5:3 in Führung und sicherte sich nach 29 Spielminuten den ersten Satz. An der Überlegenheit von Oswald/Jebavy änderte sich auch im zweiten Satz nichts, ehe die Partie frühzeitig endete. „Wir haben die Pflicht erfüllt und nun folgt die Kür. Nachdem ich im letzten Jahr in Wimbledon in der Auftaktrunde ausgeschieden bin, wird sich der Vorstoß in die zweite Runde auf jeden Fall auf meine Position in der Weltrangliste auswirken“, so Oswald.

Julian Knowle Coach des Gegners

Gleichzeitig hat der in Dornbirn wohnhafte Oswald in seinem 21. Grand-Slam-Turnier seiner Karriere und dem sechsten Antreten im Hauptbewerb beim Rasenklassiker in London sein bislang bestes Resultat in Wimbledon egalisert. Vor zwei Jahren hatte Oswald zusammen mit Julian Knowle ebenfalls die Runde der letzten 32 erreicht und dann gegen Florin Mergea/Aisam-Ul-Haq Quereshi (Rom/Pak)mit 7:5, 5:7, 3.6, 6:7(5) verloren.

Wir sind gegen Marach/Melzer

leichte Außenseiter, aber alles

andere als chancenlos.

Philipp Oswald

Dem Prestigeduell am Samstag (genaue Zeit noch offen) gegen seine Landsleute und Trainingspartner im ÖTV-Daviscupteam, die vor Ort von Julian Knowle betreut werden, blickt „Ossi“ jedenfalls optimistisch entgegen: „Natürlich kennt man sich. Doch es ist auf jeden Fall eine machbare Aufgabe und wir werden ganz sicher unser maximales Potenzial abrufen müssen, um ins Achtelfinale einzuziehen.“ Sowohl mit Marach (Viertelfinale in Marokko) als auch mit Melzer (Halbfinale in Marseille) hat Oswald in dieser Saison bereits Turniere bestritten.

Nächste Turniere und in Kitzbühel mit Polasek

Nach seinem Wimbledon-Auftritt wird der Vorarlberger für die Sandplatzsaison erneut den Partner wechseln und zu Filip Polasek zurückkehren. An der Seite des 34-jährigen Slowaken, Nummer 33 der Weltrangliste, wird Oswald bei den Sandplatzturnieren in Bastad (Swe), Gstaad (Sui) und den Generali Open in Kitzbühel (29. Juli bis 3. August) sein Glück versuchen.