Trailchallenge Der Weiße Ring: Den Tag und den Lauf genießen

30.07.2019 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Melanie Huber wird am 17. August bei der Trailchallenge Der Weiße Ring die große Heldenwertung in Angriff nehmen.

Herausforderung ja, Kampf nein: Melanie Huber freut sich.

Lech Ihr Lächeln wirkt ansteckend, ihr Optimismus ebenfalls. Dass sie bei der Trailchallenge Der Weiße Ring das Ziel erreicht, steht für Melanie Huber außer Zweifel. „Ich glaube, dass ich es ohne Probleme schaffe. Mir ist es egal, wenn es am Ende der letzte Platz ist.“ Die 32-Jährige ist keine Profisportlerin, aber lauffreudig und in den Bergen aufgewachsen. „Seit ich denken kann, sind wir in die Berge gegangen“, sagt die Gastgeberin der Pension Daniel in Lech. So war es ganz klar, dass Huber rasch das Skifahren erlernte, im Skiclub fuhr und später auch als Skilehrerin unterwegs war. Inzwischen steht sie nicht mehr so oft auf den Skiern, dafür ist sie aktiv bei der Bergrettung und spielt Klarinette bei der Trachtenkapelle Lech. Dieser Tage ist sie auch beim „Classic Festival 2019“ in Lech zu hören.
Auf den 17. August aber freut sich Huber ganz besonders. Bei der Trailchallenge Der Weiße Ring wird sie die große Heldenwertung über 28,9 Kilometer in Angriff nehmen. „Ohne Stress“, wie sie sagt, aber dennoch bestimmt. Denn eines unterstreicht sie mit Vehemenz: „Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, dann verfolge ich es konsequent.“ Ein wenig Erfahrung hat sie ja als Mitveranstalterin des „Rüfi 900“, auch die „Seven Summits Tour“ in Schröcken hat sie schon in den Beinen. „Aber das war vor zwölf Jahren“, sagt sie und schmunzelt.

„Wenn du über die Ziellinie läufst, dann schmeckt das Weizen noch besser.“

Melanie Huber, Trailchallenge-Teilnehmerin 2019


Einen plausiblen Grund für ihre Entscheidung, bei der Trailchallenge mitzumachen, liefert sie zugleich: „Vielfach traut man seinem Körper zu wenig zu. Ich will einfach laufen, so lange es mir Spaß macht und den Tag genießen. Außerdem möchte ich das Gefühl auskosten, über die Ziellinie zu laufen.“
Der Ehrgeiz ist also vorhanden, ein wenig Respekt auch. Vor allem zwei Dinge hat Huber im Hinterkopf. Zum einen das Lauftempo auf der ersten Teilstrecke („Wenn dich die Teilnehmer der kleinen Heldenwertung überholen“), zum anderen das Madloch hinauf Richtung Zürs. Deshalb lautet ihre persönliche Taktik für das Rennen: „Wenn ich am Madloch bin, dann habe ich das Schlimmste hinter mir, dann kann ich genießen.“


Huber will mit ihrer Teilnahme auch andere Sportler animieren, beim Lauf durch die wunderschöne Landschaft am Arlberg mitzumachen. „Es geht ja nicht immer nur um das Gewinnen. Es sind vielmehr das Erlebnis und natürlich auch die persönliche Bestätigung, die einen solchen Berglauf einzigartig machen.“