Mählich ante portas

Sport / 10.09.2019 • 20:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Muhammed Akagündüz ist der zweite Österreicher auf der Wunschliste. Gepa
Muhammed Akagündüz ist der zweite Österreicher auf der Wunschliste. Gepa

Roman Mählich kurz vor Antritt in Lustenau.

Markus Krautberger

Lustenau Wie die Vorarlberger Nachrichten bereits berichteten, gilt der 47-jährige Roman Mählich weiter als der große Wunschkandidat für den Trainerposten bei Austria Lustenau. Sofern die letzten Verhandlungen bezüglich Gehalt und etwaige Vorstellungen des gebürtigen Niederösterreichers gestern Abend geklappt haben, soll Mählich bereits heute als Nachfolger von Gernot Plassnegger vorgestellt werden. Vereinsverantwortliche bestätigen indes, dass man zudem auf der Suche ist nach einem Zusatzsponsor, um den ehemaligen österreichischen Teamspieler in die Marktgemeinde Lustenau zu lotsen. Mählich, dessen Familie in Wien lebt, ist seit dem Sommer ohne Verein, nachdem ihn Bundesligist Sturm Graz trotz Erreichen der Europa-League-Qualifikation freistellte. Davor führte er Wr. Neustadt in der Saison 2017/18 sensationell auf den zweiten Platz der 2. Liga und scheiterte erst in den Relegationsspielen an St. Pölten. Nach dem Nichtaufstieg in die Bundesliga entschied sich Mählich, der als Spieler drei Mal mit Sturm Graz in die Champions League einzog (1998 – 2001/13 Spiele/ein Treffer) und mit Österreich bei der WM 1998 in Frankreich teilnahm, Wr. Neustadt zu verlassen. Dem österreichischen TV-Publikum ist Mählich aus der langjährigen Experten-Tätigkeit bei Fußballberichterstattungen des ORF bekannt.

Auch Akagündüz ein Thema

So lange die Austria aber noch keine endgültige Einigung mit dem Niederösterreicher erzielt hat, soll ein weiterer ehemaliger Nationalspieler auf der Austria-Liste stehen. Muhammed Akagündüz, aktuell ohne Verein, gilt ebenfalls als Kandidat für den Cheftrainerposten. Bis März 2019 trainerte der Wiener mit türkischen Wurzeln die Amateure von SK Rapid Wien und gilt in Ostösterreich als Nachwuchshoffnung auf dem Trainersektor. Der 41-Jährige spielte zehn Mal für Österreich und erzielte dabei einen Treffer. Die meisten Spiele in der Bundesliga absolvierte der ehemalige pfeilschnelle Stürmer für die SV Ried.

Schwerer Ausfall

Unterdessen musste man im Lager der Grün-Weißen einen herben Rückschlag hinnehmen. Der erst im Sommer eingekaufte Stürmer Patrik Eler fällt den gesamten Herbst aufgrund eines Bänderrisses im Knie aus. Glück im Unglück: Das Kreuzband blieb verschont. Die Verletzung zog sich der Slowene bei der 1:2-Heimniederlage gegen den FAC zu. Dafür konnte man die Spielgenehmigungen für die Jamaikaner Kyle Butler (spielte bereits für die Amateure) und Kevaughn Atkinson endlich einholen.

Der 47-jährige gebürtige Niederösterreicher Roman Mählich steht beim Vorstand von Austria Lustenau ganz hoch im Kurs für den Trainerposten.Gepa
Der 47-jährige gebürtige Niederösterreicher Roman Mählich steht beim Vorstand von Austria Lustenau ganz hoch im Kurs für den Trainerposten.Gepa