Racketlon: Emanuel Schöpf hat eine Serie von Titeln zu verteidigen

Sport / 19.09.2019 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In der Weltrangliste nimmt der 22-jährige Bludenzer Emanuel Schöpf aktuell Top-Ten-Plätze in allen drei Disziplinen ein.Racketlon Federation austria

Emanuel Schöpf zweifacher Titelverteidiger bei Racketlon-Staatsmeisterschaft in Innsbruck.

Innsbruck Es war bisher keine einfache Saison für den Bludenzer Racketlon-Spieler Emanuel Schöpf. Seit Anfang des Jahres plagten ihn Verletzungen, erst Mitte Juli konnte er langsam wieder einsteigen. Nun ist der 22-Jährige wieder fit und strebt bei der Staatsmeisterschaft der Racketlon Federation Austria (RFA) in Innsbruck eine Verteidigung seiner beiden Vorjahrstitel im Elite-Einzel und Mixed an. Die Titelkämpfe in dem aus den Disziplinen Tischtennis, Squash, Badminton und Tennis zusammengesetzten Schläger­vierkampf gehen am Freitag (Doppel) und Sonntag (Einzel) über die Bühne.

„Im Einzel ist sicher wieder der Titel das Ziel und auch gut möglich. Im Mixed ist die Ausgangslage ungleich schwieriger“, meinte Schöpf zu seinen Chancen beim RFA-Championat. „Nachdem sich die Nummer eins der Damen, Christine Seehofer, und die Nummer zwei der Herren, Bernhard Pilsz, zu einem Team zusammengeschlossen haben, sind sie leicht zu favorisieren. Dazu kommt, dass ich im Gegensatz zu den letzten drei Jahren mit einem Meister- und zwei Vizemeistertiteln mit Bettina Bugl nun an der Seite von Irina Olsacher spiele.“

Dafür sind die Siegchancen von Schöpf im Herrendoppel größer, da er hier gemeinsam mit dem Tiroler Pilsz antritt. Anfang September erreichte der in Wien Bank- und Finanzwesen studierende Schöpf, obwohl ihm durch seine Verletzungspause einiges an Matchpraxis fehlte, im Einzel den sechsten Platz bei den hochkarätig besetzten Austrian Open in Wiener Neudorf.

Weltmeisterschaft im November in Leipzig

Der Saisonhöhepunkt folgt dann vom 19. bis 24. November bei der von der Fédération Internationale de Racketlon (FIR) in Leipzig ausgetragenen Weltmeisterschaft. Auch hier gilt es für den Bludenzer einen Titel zu verteidigen: Im Elite-Team holte Schöpf 2018 die Goldmedaille. Aktuell nimmt Schöpf in der Weltrangliste in allen drei Disziplinen Top-Ten-Plätze ein: Im Einzel und Mixed ist er jeweils Neunter und im Doppel liegt der 22-Jährige auf Position acht.

Racketlon ist eine Turniersportart, die aus den vier Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis besteht. Bei den meisten Turnieren gibt es, je nach Spiel- und Altersklasse, verschiedene Bewerbe: Men-Elite, Men-Amateur, Women-Elite, Women-Amateur, Veterans +45, Juniors U16 & Juniors U21.
Es treten jeweils dieselben Spieler (Einzel oder Doppel) in allen vier Disziplinen gegeneinander an. Für die Einzeldisziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis gelten grundsätzlich die Regeln der jeweiligen Sportart. Es wird vom kleinsten zum größten Schläger (englisch racket) gespielt.
Der Ursprung des Racketlon liegt in Skandinavien. Anfang der 1990er-Jahre wurde in Finnland und Schweden parallel begonnen, Racketlon-Wettkämpfe auszutragen. Die heute übliche Reihenfolge Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis wurde gewählt, weil es mit dem kleinsten Schläger beginnt und mit dem größten aufhört. Auch bei der Zählweise gab es unterschiedliche Ansätze, das jetzt übliche System bis 21 Punkte in jeder Sportart und „jeder Punkt zählt“ hat sich letztendlich durchgesetzt.