Hakan Öztürk rettet Favorit Nenzing im Derby einen Punkt

Sport / 21.09.2019 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ludesch-Trainer Lorimer Miscu sah ein spannendes Remis gegen Nenzing.KNOBEL
Ludesch-Trainer Lorimer Miscu sah ein spannendes Remis gegen Nenzing.KNOBEL

Mit dem Abpfiff in der 95. Minute erzielt der Mittelfeldspieler den glücklichen 1:1-Ausgleich in Ludesch vor einer Rekordkulisse von 700 Zuschauern

LUDESCH. Ganz nahe war Vorarlbergligaaufsteiger Ludesch im Walgauderby gegen Nachbarn Nenzing dran, eine faustdicke Überraschung zu liefern. Mit der letzten Aktion in der 95. Minute erzielte der Favorit Nenzing durch Mittelfeldspieler Hakan Öztürk vor der Rekordkulisse von 700 Zuschauern den glücklichen 1:1-Ausgleichstreffer. Beim Freistoßtor half Ludesch Goalie Gül Saban auch mit, als er den haltbaren Schuss von Öztürk passieren ließ. „Schade, wir hätten uns aufgrund der taktischen Leistung und der kämpferischen Vorstellung den Sensationssieg verdient. Allerdings haben wir uns die zwei verlorenen Punkte selbst zuzuschreiben“, war der 44-jährige Rumäne Lorimer Miscu als Ludesch Trainer nach Spielschluss enttäuscht. Die Punkteteilung half weder Ludesch noch Nenzing der Tabelle entsprechend weiter. Ludesch bleibt Vierzehnter und in Abstiegsgefahr, Nenzing im Niemandsland auf Rang neun. Dabei hatte alles nach Wunsch für die Hausherren begonnen: Der älteste Amateurfußballer Vorarlbergs als Feldspieler, Erkal Atav brachte mit einem Geniestreich Ludesch in Front (18.). Der 44-jährige Linksfüßler nützte nach einer herrlichen Flanke von Peter Vinzenz die Unachtsamkeit in der Nenzinger Abwehr und schob den Ball flach ins rechte Eck.

„Glücklich, aber nicht unverdient. Das Gegentor darf nicht passieren und wir müssen unsere Chancen besser verwerten“

Rene Wachter, Trainer FC Nenzing

Der Torschütze hatte nach Seitenwechsel Pech, als sein gefühlvoller Heber nur an den linken Pfosten ging (54.). Bei Kontern war Ludesch stets gefährlich, aber die besten Einschussmöglichkeiten vergab Richard Metzler (38.) und Alen Mahmutovic (73./88.). Nenzing bleibt im Walgau die Nummer eins. Die Nenzinger hatten über die gesamte Spielzeit vielmehr Ballbesitz und leisteten sich den Luxus auch Hochkaräter zu vergeben: Manuel Honeck (1./42.), Hakan Öztürk (33./Fallrückzieher) und der mitaufgerückte Daniel Hueller (62./Kopfball) konnten kein Kapital aus ihren Möglichkeiten schlagen. „Glücklich, aber nicht unverdient. Das Gegentor darf nicht passieren und wir müssen unsere Chancen besser verwerten“, so Nenzing Coach Rene Wachter. VN-TK

Fussball, Vorarlbergliga

10. Spieltag

SV frigo Ludesch – FC Nenzing 1:1 (1:0)

Sportplatz Ludesch, 700 Zuschauer, SR Zlatko Jurcevic

Torfolge: 18. 1:0 Erkal Atav, 90./+5 1:1 Hakan Öztürk (Freistoß)

Gelbe Karten: 23. Metzler (Ludesch), 31. Özkan (Nenzing), 50. Majetic (Ludesch), 53. Ganahl (Nenzing), 63. Zech, 82. Larcher (alle Foulspiel), 83. Krainz (Nenzing/SR-Kritik), 88. Kücük, 90./+3 Tricic (beide Ludesch/beide Unsportlichkeit)

SV frigo Ludesch: Saban; Sicoe, Vinzenz, Majetic (90./+2 Lulic), Metzler; Nathanael Zech (90. Tricic), Botic, Larcher, Kücük, Mahmutovic; Erkal Atav (71. Konzet)

FC Nenzing: Grass; Schöpf, Hueller, Özcan (68. Krainz), Jovic (68. Türtscher); Öztürk, Jedliczka, Scherrer (46. Gerold), Ganahl; Bekleyen, Honeck