Souveräne Austria-Kicker

Sport / 29.10.2019 • 23:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kapitän Ronivaldo (im Bild gegen Mijo Miletic) überwintert mit seiner Austria im ÖFB-Cup, auch wenn der Brasilianer beim Auswärtssieg als Torschütze für einmal leer ausging. GEPA

3:2-Sieg in Gurten – Lustenauer überwintern im Cup und hoffen auf Schlagerspiel.

Gurten Nein, es war mit Sicherheit kein Fußball-Leckerbissen. Doch die Lustenauer Austria entledigte sich souverän ihrer Pflicht und feierte beim Tabellenvierten der Regionalliga Mitte Union Gurten einen 3:2-Sieg. Verdientermaßen, denn der heimische Zweitligist agierte routinierter, ruhiger, in den Aktionen souveräner und die Mählich-Elf vermochte just in jenen Momenten zuzusetzen, in denen dies gefragt war. Und das auf sicherlich keinem leicht zu bespielenden und sehr engen, kleinen Platz und gegen einen aggressiv und selbstbewusst auftretenden Gegner. Diesen hatte zuletzt auch Austria-Sportchef Christian Werner beim 6:0-Erfolg bei Stadl Paura genauer unter die Lupe genommen. Das sollte kein Fehler sein, denn es zeigte sich, dass die Oberösterreicher nicht zu unterschätzen sind. Genau das wollte auch Trainer Roman Mählich im Vorfeld der Partie vermeiden. Letztendlich ist ihm das auch gut gelungen, denn die Mannschaft agierte konzentriert bis zum Schlusspiff. Dabei hatte der 48-Jährige durchaus rotiert und wie im Vorfeld angekündigt mit Michael Lageder und Darijo Grujcic zwei seiner Akteure Spielpraxis ermöglicht.

Es ist eine große Sache, dass wir nun im Cup überwintern, Kompliment an die Burschen.

Roman Mählich, Trainer SC Austria Lustenau


Der Spielbeginn spielte den Vorarlbergern natürlich in die Hände, denn schon nach drei Minuten fiel der Führungstreffer. Eine Flanke wurde von Gurtens Thomas Burghuber ins eigene Tor abgefälscht. Diese schnelle Führung gab zusätzlich Sicherheit, zu wirklich guten Möglichkeiten aber kamen die Lustenauer vor der Pause nicht mehr. Die beste vergab Ronivaldo nach gut 35 Minuten.

Freude beim Trainer

Das sollte sich nach der Pause ändern. Denn der rasche Ausgleichstreffer (55.), resultierend aus einem Freistoß, sorgte für mehr Brisanz und für noch intensivere Zweikampfduelle im Mittelfeld. Schließlich war es Austria-Goalgetter Ronivaldo, der einmal mehr die richtige Antwort parat hatte. Nach einem langen Abschlag setzte er nach, erkämpfte sich den Ball und legte ideal für den nicht einmal 120 Sekunden im Spiel befindlichen Amoy Brown quer. Letzterer drückte das Leder zur 2:1-Führung über die Linie (64.). Matthias Morys legte in der Schlussphase nach (81.), ehe ein verwandelter Handelfmeter der Hausherren kurzfristig noch einmal für ein wenig Aufregung sorgte. „Am Ende waren es zwei Standards, aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen. Die Burschen haben die Sache richtig gut gemacht“, freute sich Mählich.