Fünf Monate bedingte Haft für Dopingsünder Hauke

Sport / 30.10.2019 • 15:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
APA

Skilangläufer Max Hauke hatte sich vor dem Schöffensenat teilweise schuldig bekannt. Er gab zu, sowohl Wachstumshormon genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Innsbruck Der ehemalige Skilangläufer Max Hauke ist am Mittwoch am Landesgericht Innsbruck wegen des Vergehens des gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der 27-Jährige hatte sich vor dem Schöffensenat teilweise schuldig bekannt. Er gab zu, sowohl Wachstumshormon genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Hauke gab im Prozess an, dass ihm im April 2016 zum ersten Mal Blut abgenommen wurde. Die Entscheidung zu dopen sei seine gewesen. „Ich habe entschieden, dass ich dope. Diese Entscheidung traf ich alleine, es war meine Idee“, sagte Hauke vor dem Schöffensenat. Dabei sei ihm sehr wohl bewusst gewesen, dass Doping verboten ist.

Hauke bekräftigte vor Gericht erneut, dass er den Kontakt zu dem deutschen Sportmediziner Mark S. von Johannes Dürr erhalten habe. „Die Nummer habe ich von Herrn Dürr bekommen“, sagte der 27-Jährige. Er habe Marks S. pro Saison 10.000 Euro für die Doping-Behandlung bezahlt. Das Geld sei in bar bei verschiedenen Treffen übergeben worden. Sein Codename auf den Blutbeuteln war „Moritz“, gab Hauke an.

Das Blutdoping habe er alleine aufgrund der Heim-WM in Seefeld betrieben. „Ich wusste, ich habe Talent und ich glaubte, was mir auf die Spitze fehlt, ist Doping“, sagte der ehemalige Langläufer. Sein Ziel sei gewesen, sein Talent in Seefeld zeigen zu können. „Seefeld war ein Traum“, meinte Hauke. Es tue ihm leid, was er getan habe. Er plane kein Comeback, er habe seine Karriere offiziell beendet, erklärte der Steirer. APA