Skibergsteiger Zugg und seine Pläne

Sport / 20.11.2019 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fünf Weltcupstopps und die EM warten auf Skibergsteiger Daniel Zugg. Torri
Fünf Weltcupstopps und die EM warten auf Skibergsteiger Daniel Zugg. Torri

Skibergsteiger Daniel Zugg (26) hat im Sommer Veränderungen vorgenommen.

Schwarzach Noch steht ein Monat aus, doch die ersten Schneetrainings am Gletscher haben Daniel Zugg und seine Kollegen aus dem Nationalkader (Jakob Hermann, Armian Höfl und Christian Hoffmann) hinter sich. Angesichts der Schneefälle in den letzten Tagen ist auch die Vorfreude beim 26-jährigen Montafoner („Anfangs ist es schon immer etwas komisch, wenn es im Tal noch warm ist“) gestiegen. Die Zielsetzung des Sprintspezialisten ist klar. Zugg möchte seine im Vorjahr gezeigte Konstanz über den Winter nicht nur beibehalten, sondern Schritt für Schritt den nächsten Level erreichen. Heißt, dem Weltcup-Premierensieg im Vorjahr einen weiteren folgen zu lassen. Am 20. Dezember beginnt die neue Saison und wird mit der Europameisterschaft im April 2020 beendet. Über den Sommer hinweg hat sich beim Weltklasse-Skibergsteiger einiges verändert. Ein Unfall eines Kameraden bei einer gemütlichen Skitour zum Saisonende hat ihm einmal mehr die Gefahren in den Bergen vor Augen gehalten. „Ich bin im Training ja meist allein unterwegs. Da ist man einem gewissen Risiko ausgesetzt.“ Risikoreich ist auch seine neue Leidenschaft, das Paragleiten. „Nach der Ausbildung bin ich den Sommer über wirklich viel in der Luft gewesen.“ Dies auch dank einem veränderten, weil reduzierten Trainingsprogramm.

Neuer Trainer, neues Programm

Erstellt wurde es vom neuen Coach, dem Leistungsdiagnostiker Mathias Nothegger (41). Der Fokus im Aufbau wurde dabei klar auf den Sprint gerichtet. Als Dritter der Disziplinenwertung im Vorwinter zählt er da auch heuer zum Favoritenkreis. Dabei hatte er durchaus seine Probleme mit der Trainingsumstellung, wie Zugg zugab. Weil die langen Einheiten wegfielen, sei ihm fast ein wenig langweilig gewesen. Da sei ihm die neue Leidenschaft, das Gleitschirmfliegen, entgegengekommen. „Zu Fuß rauf auf den Berg und mit dem Schirm runter.“ Gut einen Monat habe er, der Bergmensch, deshalb ganz nach Lust und Laune trainiert, wie er lachend zugibt.

„Ich bin ein Bergmensch, brauche die Natur und mal nach Lust und Laune zu trainieren.“

Daniel Zugg, Skibergsteiger

Skibergsteigen

Die ISFM-Termine (International Ski Mountaineering Federation) 2019/20

20./21. Dezember, Weltcup in Aussois (FRA), Individual, Sprint

25. Jänner, Weltcup in La Massana (AND), Individual, Vertical

8. Februar, Weltcup in Berchtesgaden (GER), Sprint, Individual

19. Februar, Weltcup in Zhangjiakou (CHN), Individual, Vertical

2. April, Europameisterschaft, zugleich auch Weltcup in Madonna di Campiglio (ITA), Sprint, Individual, Vertical